Datum der Kundmachung

27.02.2009

Fundstelle

LGBl. Nr. 13/2009 6. Stück

Bundesland

Kärnten

Kurztitel

Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Abgeltung stationärer medizinischer Versorgungsleistungen für Insassen von Justizanstalten

Text

13. Kundmachung des Landeshauptmannes vom 12. Februar 2009, Zl. -2V-VE-24/52- 2009, betreffend die Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG zwischen dem Bund und allen Bundesländern über die Abgeltung stationärer medizinischer Versorgungsleistungen von öffentlichen Krankenanstalten für Insassen von Justizanstalten

 

In der Anlage wird die Vereinbarung zwischen dem Bund und allen Bundesländern über die Abgeltung stationärer medizinischer Versorgungsleistungen von öffentlichen Krankenanstalten für Insassen von Justizanstalten kundgemacht.

 

Diese Vereinbarung ist gemäß ihrem Art. 3 mit 1. Jänner 2009 in Kraft getreten.

 

Der Landeshauptmann:

 

D ö r f l e r

 

 

              Anlage

 

Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Abgeltung stationärer medizinischer Versorgungsleistungen von öffentlichen Krankenanstalten für Insassen von Justizanstalten

 

Der Bund,

vertreten durch die Bundesregierung,

 

diese vertreten durch den Bundesminister für Justiz,

 

das Land Burgenland,

vertreten durch den Landeshauptmann,

 

das Land Kärnten,

vertreten durch den Landeshauptmann,

 

das Land Niederösterreich,

vertreten durch den Landeshauptmann,

 

das Land Oberösterreich,

vertreten durch den Landeshauptmann,

das Land Salzburg,

vertreten durch die Landeshauptfrau,

 

das Land Steiermark,

vertreten durch den Landeshauptmann,

 

das Land Tirol,

vertreten durch den Landeshauptmann,

 

das Land Vorarlberg,

vertreten durch den Landeshauptmann und

 

das Land Wien,

vertreten durch den Landeshauptmann,

 

im Folgenden Vertragsparteien genannt, kommen überein, gemäß Art. 15a B-VG die nachstehende Vereinbarung zu schließen:

 

Präambel

 

Von Sozialversicherungsträgern werden geringere Gebühren eingehoben, als für unversicherte Privatpatienten. Für externe medizinische Versorgungsleistungen im Straf- und Maßnahmenvollzug soll diese Begünstigung durch Gewährung eines freiwilligen Pauschalbetrages durch die Länder für die Jahre 2009 bis einschließlich 2013 erreicht werden, nachdem der Bund keine Beiträge für Insassen von Justizanstalten an eine Krankenversicherung leistet.

 

Artikel 1

 

Gegenstand der Vereinbarung

 

(1) Die Länder verpflichten sich als Beitrag für die stationäre Behandlung sowie Betreuung von Insassen von Justizanstalten durch öffentliche Krankenanstalten einschließlich der Pflegeabteilungen im Sinne des § 2 des Bundesgesetzes über Krankenanstalten- und Kuranstalten, BGBl. Nr. 1/1957, zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2004, insgesamt einen jährlichen Pauschalbetrag von

 

8.549.430,46 Euro

 

an den Bund, vertreten durch das Bundesministerium für Justiz, zu bezahlen.

 

(2) Der im Abs. 1 genannte Gesamtbetrag verteilt sich auf die einzelnen Länder zu

50 Prozent entsprechend der Volkszahl 2001 und zu 50 Prozent entsprechend der im Art. 15 Abs. 1 der Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Neustrukturierung des Gesundheitswesens und der Krankenanstaltenfinanzierung für die Jahre 2001 bis 2004, BGBl. I Nr. 60/2002, vorgenommenen diesbezüglichen Aufteilung.

Für die einzelnen Länder ergeben sich daraus folgende Beträge:

 

Burgenland              257.660,58 Euro

 

Kärnten              592.527,18 Euro

 

Niederösterreich              1.440.375,26 Euro

 

Oberösterreich              1.317.792,73 Euro

Salzburg              549.064,90 Euro

 

Steiermark              1.180.476,99 Euro

 

Tirol              699.628,86 Euro

 

Vorarlberg              345.734,68 Euro

 

Wien              2.166.169,28 Euro

 

Artikel 2

 

Zahlungen der einzelnen Länder

 

Die Zahlungen der einzelnen Länder gemäß Art. 1 Abs. 2 sind in zwei gleich großen Raten jeweils am 30. Juni und am 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres fällig und auf das vom Bundesministerium für Justiz bekanntgegebene Konto zu überweisen.

 

Artikel 3

 

Inkrafttreten

 

Diese Vereinbarung tritt mit Einlangen der Mitteilungen aller Vertragsparteien beim Bundesministerium für Justiz, dass die nach der Bundesverfassung bzw. nach den Landesverfassungen erforderlichen Voraussetzungen für das Inkrafttreten erfüllt sind, mit 1. Jänner 2009 in Kraft.

Artikel 4

 

Geltungsdauer, Kündigung

 

Diese Vereinbarung wird für den Zeitraum 1. Jänner 2009 bis 31. Dezember 2013 geschlossen. Die Vertragsparteien verzichten für diesen Zeitraum auf ihr Recht, die Vereinbarung zu kündigen.

 

Artikel 5

 

Mitteilungen

 

Das Bundesministerium für Justiz hat die Vertragsparteien unverzüglich in Kenntnis zu setzen, sobald alle Mitteilungen gemäß Art. 3 eingelangt sind.

 

Artikel 6

 

Urschrift

 

Diese Vereinbarung wird in einer Urschrift ausgefertigt. Die Urschrift wird beim Bundesministerium für Justiz hinterlegt. Dieses hat allen Vertragsparteien beglaubigte Abschriften der Vereinbarung zu übermitteln.