Anlage 8 (zu § 27b Abs. 2)Anlage 8, (zu Paragraph 27 b, Absatz 2,)Einschätzung verschiedener Wolfsverhaltensweisen in Bezug auf die Gefährlichkeit für den Menschen und daraus abgeleitete Maßnahmen: Verhalten | Ursache | Einschätzung | Maßnahmen | Wolf wird mehrfach in der Nähe menschlicher Siedlungen gesehen. | Unterschiedlich, u.a.: Futterquelle,Unterschiedlich, u.a.: , Futterquelle, Beziehung zu Hunden. | Verlangt Aufmerksamkeit. Mögliches Konditionierungs- oder Habituierungsproblem. | Genaue Analyse. Entsprechende Aufklärung und Information. Bei Bedarf Futterquelle entfernen. Eventuell besendern und vergrämen. | Wolf nähert sich mehrfach Menschen, interessiert sich anscheinend für Menschen, verhält sich aber in keiner Weise aggressiv. | Wolf wurde durch die Anwesenheit von Menschen "belohnt"; z.B. durch Futter oder durch für ihn interessante Gegenstände. | Kritisch. Konditionierung in Verbindung mit Habituierung kann dazu führen, dass Wölfe immer dreister werden. Verletzung von Menschen nicht ausgeschlossen. | Möglichst früh besen- dern und vergrämen. Hat dies trotz sachge- rechter Vergrämung keinen Erfolg, soll das Tier entnommen werden, da offensichtlich starker, aber unerkannter Anreiz vorhanden und aggressives Verhalten wahrscheinlich.Möglichst früh besen- dern und vergrämen. , Hat dies trotz sachge- rechter Vergrämung keinen Erfolg, soll das Tier entnommen werden, da offensichtlich starker, aber unerkannter Anreiz vorhanden und aggressives Verhalten wahrscheinlich. | Wolf verhält sich unprovoziert aggressiv (z.B. mit Drohgebärden oder Angriff) gegenüber Menschen oder dringt in bewohnte Gebäude bzw. an ein Gehöft angeschlossene Stallungen ein. | Z.B. Tollwut, extreme Habituierung. | Gefährlich. | Möglichst rasche Ent- nahme. | | | | |
Einschätzung verschiedener Wolfsverhaltensweisen in Bezug auf Hunde und daraus abgeleitete Maßnahmen: Verhalten | Ursache | Einschätzung | Maßnahmen | Wolf hält sich mehrfach in der Nähe eines Dorfes oder bewohnten Hauses auf. | Unterschiedlich, u.a.: A) Ranzzeit: Wolf sucht Paarungspartner. B) Wolf sieht in Hunden Konkurrenten, v.a. in der Ranzzeit. C) "Soziale Beziehung" zu einem Hund. | Verlangt Aufmerksamkeit: A) Mögliches Hybridi- sierungsproblemA) Mögliches Hybridi-, sierungsproblem B) Gefahr für Hund C) Lärmbelästigung Wenn Verhalten gefördert wird, mögliches Habituierungsproblem. | Information und Aufklärung der Betroffenen und gegebenenfalls der Öffentlichkeit, Hunde sicher zu verwahren. Genaue Analyse und entsprechende Maßnahme (z.B. Vergrämung). | Wolf nähert sich mehrfach Hunden in menschlicher Begleitung in Leinendistanz (nicht aggressiv). | Wolf sieht in Hund einen Artgenossen. | Kritisch. Mensch empfindet die Situation meist als bedrohlich. Gefahr für den Hund nicht ausgeschlossen. | Information und Aufklärung der Betroffenen und gegebenenfalls der Öffentlichkeit. Möglichst frühzeitig besendern und vergrämen. | Wolf nähert sich mehrfach Hunden in menschlicher Begleitung in Leinendistanz und reagiert aggressiv auf diese oder tötet sie. | Wolf sieht in Hund einen Artgenossen, der in sein Territorium eingedrungen ist. | Gefährlich. Hund kann verletzt oder getötet werden. Für den Menschen extreme Stresssituation.Hund kann verletzt oder getötet werden. , Für den Menschen extreme Stresssituation. | Möglichst rasche Entnahme. | | | | |
Einschätzung verschiedener Wolfsverhaltensweisen in Bezug auf die Gefährlichkeit für Nutztiere und daraus abgeleitete Maßnahmen:Einschätzung verschiedener Wolfsverhaltensweisen in Bezug auf die Gefährlichkeit für Nutztiere und , daraus abgeleitete Maßnahmen: Verhalten | Ursache | Einschätzung | Maßnahmen | Wolf tötet und / oder verletzt mehrfach Nutztiere in nicht schützbaren Bereichen, welche von der Behörde als solche festgestellt wurden. | Wölfe können nicht zwischen erlaubten und unerlaubten Beutetieren unterscheiden. Sie nehmen die Beute, die am einfachsten zu erreichen ist. | Erhöhte Aufmerksam- keit – Konfliktpotential. Problem für die Akzeptanz kann entstehen, wenn Wölfe häufig Erfolg haben und sich dadurch auf Nutztiere spezialisieren. | Einzelfallprüfung von Maßnahmen durch die zuständige Behörde. | Wolf tötet und / oder verletzt immer wieder sachgerecht geschützte Nutztiere. Findet stets einen Weg, den Schutz zu überwinden.Wolf tötet und / oder verletzt immer wieder sachgerecht geschützte Nutztiere., Findet stets einen Weg, den Schutz zu überwinden. | Wolf hat wiederholt Erfolg gehabt und gelernt, dass Nutztiere einfache Beute sind. | Kritisch. Wolf verursacht unverhältnismäßig hohen finanziellen Schaden. Gegebenenfalls großer Akzeptanzschaden. | Einzelfallprüfung von Maßnahmen durch die zuständige Behörde. Wenn keine andere zu- friedenstellende Lösung vorhanden ist, Entnahme des Tieres. | | | | |
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