Bundesland

Niederösterreich

Kurztitel

Europaschutzgebiete

Kundmachungsorgan

LGBl. 5500/6-6

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 34,

Inkrafttretensdatum

01.01.2015

Beachte

Bei vor dem 1.1.2015 geänderten Rechtsvorschriften wird als Inkrafttretensdatum der Erfassungsstichtag 1.1.2015 angegeben.

Text

Paragraph 34,

Europaschutzgebiet

FFH-Gebiet Strudengau – Nibelungengau

             (1)

  1. Ziffer eins
    Das Europaschutzgebiet umfasst die in den Anlagen 1 bis 13 zu Paragraph 34, ausgewiesenen Grundstücke und Grundstücksteile in Ardagger, Artstetten-Pöbring, Emmersdorf an der Donau, Hofamt Priel, Klein-Pöchlarn, Leiben, Marbach an der Donau, Maria Taferl, Neustadtl an der Donau, Nöchling, Persenbeug-Gottsdorf, St. Martin-Karlsbach, St. Oswald und Ybbs an der Donau. In Anlage A zu Paragraph 34, ist das Europaschutzgebiet auf einem Übersichtsplan dargestellt.
  2. Ziffer 2
    Die Anlagen 1 bis 13 zu Paragraph 34, (LGBl. 5500/6–5) werden durch Auflage beim Amt der NÖ Landesregierung zur öffentlichen Einsichtnahme kundgemacht. Die öffentliche Einsichtnahme kann während der Amtsstunden beim Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Landesamtsdirektion, erfolgen.
    Diese Anlagen werden zur Information auch bereitgehalten bei:
    • Strichaufzählung
      der Bezirkshauptmannschaft Amstetten
    • Strichaufzählung
      der Bezirkshauptmannschaft Melk
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde Ardagger
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde Artstetten-Pöbring
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde Emmersdorf an der Donau
    • Strichaufzählung
      der Gemeinde Hofamt Priel
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde Klein-Pöchlarn
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde Leiben
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde Marbach an der Donau
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde Maria Taferl
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde Neustadtl an der Donau
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde Nöchling
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde Persenbeug-Gottsdorf
    • Strichaufzählung
      der Marktgemeinde St. Martin-Karlsbach
    • Strichaufzählung
      der Gemeinde St. Oswald
    • Strichaufzählung
      der Stadtgemeinde Ybbs an der Donau
  1. Absatz 2Schutzgegenstand des FFH-Gebietes Strudengau – Nibelungengau, AT1217A00, sind folgende:
    • Strichaufzählung
      in Anhang römisch eins der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie angeführte natürliche Lebensraumtypen:
      4030 Trockene Heiden
      6210 Trespen-Schwingel-Kalktrockenrasen
      6230 Borstgrasrasen*
      6240 Osteuropäische Steppen*
      6410 Pfeifengraswiesen
      6430 Feuchte Hochstaudenfluren
      6510 Glatthaferwiesen
      8220 Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation
      8230 Pionierrasen auf Silikatkuppen
      9110 Hainsimsen-Buchenwälder
      9130 Mullbraunerde-Buchenwälder
      9170 Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder
      9180 Schlucht- und Hangmischwälder*
      91E0 Erlen-, Eschen- und Weidenauen *
      91F0 Eichen-Ulmen-Eschenauen
      91G0 Pannonische Eichen-Hainbuchenwälder*
    • Strichaufzählung
      in Anhang römisch II der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie angeführte Tier- und Pflanzenarten:
      Fischotter (Lutra lutra), Gelbbauchunke (Bombina variegata), Strömer (Leuciscus souffia agassizi), Steinbeißer (Cobitis taenia), Zingel (Zingel zingel), Frauennerfling (Rutilus pigus virgo), Weißflossen-Gründling (Gobio albipinnatus), Schied (Aspius aspius), Bitterling (Rhodeus sericeus amarus), Schrätzer (Gymnocephalus schraetzer), Streber (Zingel streber), Koppe (Cottus gobio), Heller Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling (Maculinea teleius), Großer Feuerfalter (Lycaena dispar), Dunkler Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling (Maculinea nausithous), Hirschkäfer (Lucanus cervus).
  2. Absatz 3Für das FFH-Gebiet Strudengau – Nibelungengau werden folgende Erhaltungsziele festgelegt:
    Die Erhaltung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der in Absatz 2, ausgewiesenen natürlichen Lebensraumtypen und Lebensräume der Tier- und Pflanzenarten. Im Speziellen sind dies die Erhaltung von einem ausreichenden Ausmaß an:
    • Strichaufzählung
      Laichbiotopen und ihres Umlandes für Amphibien,
    • Strichaufzählung
      weitgehend unverbauten und strukturreichen Fließgewässerabschnitten mit ihrer ursprünglichen Gewässerdynamik und einem möglichst vollständigen Lebensraumrepertoire,
    • Strichaufzählung
      trockenen Heiden,
    • Strichaufzählung
      naturnahem trockenem Grasland und dessen Verbuschungsstadien,
    • Strichaufzählung
      naturnahem feuchtem Grasland mit hohen Gräsern,
    • Strichaufzählung
      mageren Flachland-Mähwiesen,
    • Strichaufzählung
      störungsfreien Felsformationen als Standort für seltene wärmeliebende Lebensgemeinschaften,
    • Strichaufzählung
      naturnahen, strukturreichen Waldbeständen mit ausreichendem Alt- und Totholzanteil,
    • Strichaufzählung
      großflächig zusammenhängenden, naturnahen Waldbeständen mit hohem Laubwaldanteil und geringem Erschließungs- und Störungsgrad.
  3. Absatz 4Die Erreichung eines günstigen Erhaltungszustandes (Paragraph 9, Absatz 4, NÖ NSchG 2000) der in Absatz 2, genannten natürlichen Lebensraumtypen und Lebensräume der Tier- und Pflanzenarten wird im Europaschutzgebiet vor allem durch privatrechtliche Verträge gewährleistet.