OGH
RS0131887
15.04.2026
2Ob155/16g; 5Ob194/18t; 8Ob59/20i; 4Ob153/20h; 3Ob199/23w; 1Ob151/23x; 7Ob176/24v
KSchG §6 Abs3
Rom I-VO Art6 Abs2
Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Rechtswahlklausel ist bei Verbrauchergeschäften wegen Intransparenz missbräuchlich und daher nicht anzuwenden, wenn der Verbraucher nicht darauf hingewiesen wird, dass er sich nach Artikel 6, Absatz 2, Rom I-VO auf den Schutz der zwingenden Bestimmungen des im Staat seines gewöhnlichen Aufenthalts geltenden Rechts berufen kann.
TE OGH 2017-12-14 2 Ob 155/16g
Veröff: SZ 2017/143
TE OGH 2019-04-25 5 Ob 194/18t
Vgl
TE OGH 2020-12-18 8 Ob 59/20i
Beisatz: Hier: Die Gerichtsstandsvereinbarung zugunsten der Gerichte am Sitz der Beklagten verstößt, ob nun ausschließlich oder nicht, gegen die zwingenden Bestimmungen des Artikel 17, LGVÜ römisch zwei, weil sie die Beklagte nach ihrem Wortlaut in beiden Fällen entgegen Artikel 16, Absatz 2, LGVÜ römisch zwei berechtigt, den Verbraucher vor Gerichten außerhalb seines Wohnsitzstaats zu verklagen (Klausel 2 in AGB eines in der Schweiz ansässigen Ticketvermittlers eines „Online Ticket Marktplatzes“). (T1)
TE OGH 2020-12-22 4 Ob 153/20h
TE OGH 2024-02-28 3 Ob 199/23w
Beisatz: Hier: AGB einer (online) Reisevermittlerin, in denen fremdes Recht zum anwendbaren Recht erklärt wird. (T2)
TE OGH 2024-04-08 1 Ob 151/23x
vgl; Beisatz: Hier: Vorabentscheidungsersuchen an EuGH (u.a.) zur Frage der Missbräuchlichkeit einer Rechtswahlklausel, die keinen Hinweis auf Artikel 6, Absatz 2, Rom I-VO enthält, die Voraussetzungen für die Anwendung von Artikel 6, Rom I-VO allerdings erst nach Vereinbarung dieser Klausel eintreten. (T3)
TE OGH 2026-04-15 7 Ob 176/24v
ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131887