Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0129855

Entscheidungsdatum

28.07.2026

Geschäftszahl

17Os47/14m; 17Os23/15h; 17Os36/15w; 17Os14/16m; 17Os2/18z; 17Os9/18d; 14Os137/18f; 14Os19/21g; 14Os150/21x; 14Os102/25v; 14Os141/25d

Norm

StGB §2

StGB §302

Rechtssatz

Räumt das Gesetz einem Beamten Befugnis ein und verpflichtet es ihn zu einem bestimmten Handeln, schreibt es also vor, in welcher Weise der Beamte diese Befugnis (aktiv) auszuüben hat, kann ein tatbildlicher (also vorsätzlicher) Fehlgebrauch gerade auch in der Nichterfüllung dieser Handlungspflichten liegen.

Entscheidungstexte

TE OGH 2015-01-21 17 Os 47/14m

TE OGH 2015-12-14 17 Os 23/15h

Beisatz: Gleichwertigkeit der Unterlassung iSd Paragraph 2, StGB ist dann keine Voraussetzung der Strafbarkeit nach Paragraph 302, Absatz eins, StGB. (T1)

TE OGH 2016-10-03 17 Os 36/15w

Vgl auch; Beisatz: Hier: Zu unterlassener Abfuhr durch Hoheitsakt eingehobener Gebühren. (T2)

TE OGH 2016-12-06 17 Os 14/16m

Auch

TE OGH 2018-06-25 17 Os 2/18z

Auch

TE OGH 2018-08-03 17 Os 9/18d

Auch

TE OGH 2019-01-29 14 Os 137/18f

Auch

TE OGH 2021-06-29 14 Os 19/21g

Vgl

TE OGH 2022-02-22 14 Os 150/21x

Vgl; Beisatz: Ein durch Unterlassen begangener Befugnismissbrauch setzt die Nichterfüllung einer Handlungspflicht voraus, die sich nur aus der konkreten Zuständigkeit des Beamten ergeben kann. (T3)

TE OGH 2025-12-09 14 Os 102/25v

vgl

TE OGH 2026-07-28 14 Os 141/25d

vgl

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0129855