OGH
RS0129616
24.09.2025
11Ns41/14i; 13Os105/15p (13Os106/15k); 13Os89/18i; 13Os76/18b; 13Os108/18h; 13Os55/19s; 11Os11/20g; 13Os126/21k; 12Os41/23f; 13Os71/23z; 13Os73/25x
StGB §165 Abs2
„An sich gebracht“ im Sinne von Paragraph 165, Absatz 2, StGB (was im Übrigen zur Herstellung des subjektiven Tatbestands Wissentlichkeit ‑ Paragraph 5, Absatz 3, StGB ‑ erfordert) ist ein Vermögensbestandteil bei Erlangen faktischer Verfügungsmacht darüber. Eine solche ist nicht erst ‑ wie bei der Hehlerei ‑ bei Erwerb des Gewahrsams anzunehmen, sondern bereits bei der ab Einlangen darauf bestehenden Möglichkeit, über den Vermögensbestandteil in Form eines Positivsaldos auf einem Konto (etwa durch Behebungen oder Überweisungen) verfügen zu können. Vermögensbestandteile sind eben nicht nur körperliche Sachen, weshalb ‑ trotz Verwendung desselben Wortes ‑ bei Paragraph 165, StGB nicht (wie bei Paragraph 164, StGB) allein auf Gewahrsamserlangung abgestellt werden darf.
TE OGH 2014-08-26 11 Ns 41/14i
TE OGH 2016-09-06 13 Os 105/15p
Auch; Beisatz: Schlichte Giralgeld-Überweisungen (ohne Hinzutreten besonderer Begleitumstände) können kein „Verbergen“, wohl aber ein „Übertragen an Dritte“ bedeuten. (T1)
TE OGH 2018-10-10 13 Os 89/18i
Auch; Beis wie T1
TE OGH 2018-09-12 13 Os 76/18b
Vgl
TE OGH 2019-01-16 13 Os 108/18h
Auch; Beis wie T1
TE OGH 2019-10-09 13 Os 55/19s
Vgl; Beis wie T1
TE OGH 2020-03-23 11 Os 11/20g
Vgl; Beis wie T1
TE OGH 2022-05-18 13 Os 126/21k
Vgl; Beis nur wie T1
TE OGH 2023-11-23 12 Os 41/23f
vgl
TE OGH 2023-11-15 13 Os 71/23z
vgl; Beisatz: Schlichte Giralgeld-Überweisungen (ohne Hinzutreten besonderer Begleitumstände) sind kein „Verheimlichen" iSd Paragraph 165, Absatz eins, Ziffer 2, StGB in der Fassung BGBl römisch eins 2021/159. (T2)
TE OGH 2025-09-24 13 Os 73/25x
vgl; Beisatz nur wie T1
ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129616