OGH
RS0128803
23.01.2013
7Ob201/12b; 7Ob84/16b; 7Ob208/15m; 7Ob148/21x
ABGB §879 Abs3 BIIp; ARB 2010 Art15.3.2.
Auch wenn das Kündigungsrecht in der Rechtsschutzversicherung nicht vollständig paritätisch sein muss, bedeutet dies nicht, dass sich der Versicherer ein unbeschränktes Kündigungsrecht einräumen und damit den Versicherungsnehmer, der nur eingeschränkte Kündigungsmöglichkeiten hat, gröblich benachteiligen darf. Ist es imparitätisch, müssen die Voraussetzungen für das Kündigungsrecht des Versicherers besonders genau präzisiert und objektivierbar sein, um beurteilen zu können, ob es im Sinn des Paragraph 879, Absatz 3, ABGB auch sachlich gerechtfertigt ist. Artikel 15 Punkt 3 Punkt 2, ARB 2010 ist nach Paragraph 879, Absatz 3, ABGB nichtig.
TE OGH 2013-01-23 7 Ob 201/12b
Veröff: SZ 2013/5
TE OGH 2016-05-25 7 Ob 84/16b
Auch; Beisatz: Hier: Artikel 13 Punkt eins, MKRB 2010 bei paritätischem Kündigungsrecht. (T1)
TE OGH 2016-07-06 7 Ob 208/15m
Beisatz: Betrifft Artikel 15 Punkt 3 Punkt 2, ARB 2005. (T2)
TE OGH 2021-11-24 7 Ob 148/21x
Beisatz: Hier: Verbandsklage. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128803