Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0125655

Entscheidungsdatum

26.11.2009

Geschäftszahl

2Ob119/09b; 2Ob60/09a; 2Ob61/09y; 2Ob189/09x; 2Ob112/10z

Norm

AOCV 2004 §16; LFG idF BGBl I 1997/102 §131; LFG idF BGBl I 1997/102 §134

Rechtssatz

Die Bestimmung des § 16 AOCV 2004 enthält keineswegs ein „generelles Verbot" von Transportflügen mit Außenlasten, sondern es hat der Pilot den Flug so zu wählen, dass die Gefahr eines Drittschadens soweit als möglich vermieden werden soll. Sie ist dahin auszulegen, dass der Pilot nicht nur die sicherste Flugroute, sondern auch den sichersten Zeitpunkt für die Absolvierung des Flugs zu wählen hat. Dabei muss eine Abwägung der gefährdeten Rechtsgüter zum Vorrang des Schutzes von Leben und Gesundheit vor dem Schutz des Eigentums führen.

Entscheidungstexte

TE OGH 2009-11-26 2 Ob 119/09b

Beisatz: Gegen die Verfassungsgemäßheit des § 16 Abs 2 letzter Satz AOCV 2004 bestehen keine Bedenken. (T1); Bem: Seilbahnunglück Sölden. (T2)

TE OGH 2009-12-18 2 Ob 60/09a

Vgl auch; Bem wie T2

TE OGH 2009-12-18 2 Ob 61/09y

vgl auch; Bem wie T2

TE OGH 2009-12-18 2 Ob 189/09x

Vgl; Bem wie T2

TE OGH 2011-06-22 2 Ob 112/10z

Vgl; Beis wie T2