OGH
RS0124007
17.02.2026
14Os113/08m; 14Os165/10y; 12Os150/12v; 14Os58/16k; 11Os80/16y; 11Os20/20f; 12Os68/22z; 12Os47/24i; 14Os138/25p
StGB §131
StGB §142 Abs1
StGB §142 Abs2
Bei von vornherein auf die Anwendung räuberischer Mittel zum Zweck der Sachwegnahme gerichtetem Tätervorsatz, ist die Tat auch dann als Raub zu beurteilen, wenn der Täter dem Opfer die Beute unter einem Vorwand herauslockte und die unmittelbar nachfolgende Gewaltanwendung gegen den zu erwartenden Widerstand des Opfers beim Wegnahmevorgang einkalkulierte. Hingegen käme räuberischer Diebstahl in Betracht, wenn der Täter die Gewalt erst einsetzte, nachdem er bei einem Diebstahl auf frischer Tat betreten wurde, sich die Gewaltübung also erst für den Täter überraschend aus der Situation ergab.
TE OGH 2008-09-23 14 Os 113/08m
TE OGH 2010-12-28 14 Os 165/10y
Vgl
TE OGH 2013-01-31 12 Os 150/12v
Vgl
TE OGH 2016-08-02 14 Os 58/16k
Auch
TE OGH 2016-09-13 11 Os 80/16y
Auch
TE OGH 2020-03-19 11 Os 20/20f
Vgl
TE OGH 2022-09-29 12 Os 68/22z
Vgl
TE OGH 2024-06-27 12 Os 47/24i
vgl; Beisatz: Hier: Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib und Leben. (T1)
TE OGH 2026-02-17 14 Os 138/25p
vgl
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124007