Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0124076

Entscheidungsdatum

02.09.2008

Geschäftszahl

8ObA59/08x; 9ObA86/08z; 9ObA131/11x; 1Ob190/14v; 8ObA45/14x; 1Ob106/15t; 8ObA2/16a; 1Ob214/15z; 8ObA94/15d; 9ObA32/17x; 1Ob56/18v; 9ObA107/18b

Norm

GlBG §7 Abs2

Rechtssatz

Mobbing verlangt in der Regel eine andauernde Handlung, ein prozesshaftes Geschehen, während geschlechtsbezogene Belästigungen schon durch eine einmalige schwerwiegende Verhaltensweise begangen werden können.

Entscheidungstexte

TE OGH 2008-09-02 8 ObA 59/08x

Bem: Hier wurde das Vorliegen einer geschlechtsbezogenen Belästigung bejaht. (T1)

TE OGH 2009-08-04 9 ObA 86/08z

Vgl auch; Beisatz: Für Mobbing ist das systematische, ausgrenzende und prozesshafte Geschehen über einen längeren Zeitraum typisch, etwa durch systematische Verweigerung jeder Anerkennung, Isolation, Zurückhaltung von Informationen, Rufschädigung etc. (T2)

TE OGH 2012-11-26 9 ObA 131/11x

Auch; nur: Mobbing verlangt in der Regel eine andauernde Handlung, ein prozesshaftes Geschehen. (T3)

Beis wie T2

TE OGH 2014-11-27 1 Ob 190/14v

Vgl auch; Beis wie T2

TE OGH 2014-12-19 8 ObA 45/14x

Vgl auch; Beisatz: Die Beurteilung, ob Auseinandersetzungen zwischen Mitarbeitern am Arbeitsplatz ein „Mobbing“ zugrunde liegt, das den Dienstgeber aufgrund seiner Fürsorgepflicht zu Gegenmaßnahmen verpflichtet, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab. (T4)

TE OGH 2015-11-24 1 Ob 106/15t

Vgl auch; Beis wie T2

TE OGH 2016-02-26 8 ObA 2/16a

Auch; Beis wie T2; Beis wie T4

TE OGH 2016-03-31 1 Ob 214/15z

Auch; Beis wie T2

TE OGH 2016-05-24 8 ObA 94/15d

Auch; Beis wie T4; Beisatz: Die Beurteilung, ob Auseinandersetzungen zwischen Mitarbeitern am Arbeitsplatz ein Mobbing zugrunde liegt, das den Dienstgeber aufgrund seiner Fürsorgepflicht zu Gegenmaßnahmen verpflichtet, sowie um welche Maßnahmen es sich dabei handeln muss, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab. (T5)

TE OGH 2017-03-24 9 ObA 32/17x

Auch; Beis wie T2; Beis wie T4

TE OGH 2018-07-17 1 Ob 56/18v

Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Ebenso hängt von den Umständen des Einzelfalls ab, ob Auseinandersetzungen zwischen Vorgesetzten und Untergebenen als „Bossing“ zu qualifizieren sind. (T6); Beisatz: Für das Vorliegen von Mobbing (hier: Bossing) ist wesentlich, ob die vom Vorgesetzten gesetzten Maßnahmen objektiv geeignet waren, bei der Untergebenen einen Effekt des Verdrängens aus dem Arbeitsverhältnis zu bewirken, gleich, ob auch seine Absicht darauf abzielte. (T7)

TE OGH 2018-11-28 9 ObA 107/18b

Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124076