Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0123123

Entscheidungsdatum

23.06.2026

Geschäftszahl

3Ob205/07d; 3Ob172/09d; 3Ob206/09d; 3Ob195/09m; 3Ob127/10p; 3Ob235/10w; 3Ob237/10i; 3Ob236/10t; 3Ob100/11v; 4Ob88/11m; 3Ob240/11g; 3Ob75/12v (3Ob87/12h); 3Ob201/12y; 3Ob115/13b; 4Ob71/14s; 3Ob12/14g; 3Ob89/14f; 3Ob242/14f; 3Ob262/15y; 3Ob263/15w; 4Ob30/17s; 3Ob132/17h; 3Ob162/17w; 3Ob219/17b; 3Ob132/18k; 3Ob180/18v; 3Ob226/18h; 3Ob161/19a; 3Ob183/19m; 3Ob57/20h; 3Ob230/19y; 3Ob210/20h; 3Ob211/20f; 3Ob85/26k

Norm

EO §36 Ad

EO §36 D

EO §36 E

EO §65 E

EO §355 römisch zwei

Rechtssatz

Bestreitet der Verpflichtete, dass der behauptete Sachverhalt rechtlich ein Zuwiderhandeln gegen das titelmäßige Duldungs- oder Unterlassungsgebot darstellt, steht ihm dafür nur der Rekurs, nicht auch die Impugnationsklage zur Verfügung. Bestreitet er hingegen, den als Zuwiderhandlung behaupteten Sachverhalt verwirklicht zu haben, kann er sowohl gegen die Exekutionsbewilligung als auch gegen den Strafbeschluss Impugnationsklage nach Paragraph 36, Absatz eins, Ziffer eins, EO erheben.

Entscheidungstexte

TE OGH 2007-12-19 3 Ob 205/07d

TE OGH 2009-10-22 3 Ob 172/09d

nur: Bestreitet der Verpflichtete, dass der behauptete Sachverhalt rechtlich ein Zuwiderhandeln gegen das titelmäßige Duldungs- oder Unterlassungsgebot darstellt, steht ihm dafür nur der Rekurs, nicht auch die Impugnationsklage zur Verfügung. (T1)

TE OGH 2009-11-25 3 Ob 206/09d

TE OGH 2009-11-25 3 Ob 195/09m

Auch

TE OGH 2010-09-01 3 Ob 127/10p

TE OGH 2011-01-19 3 Ob 235/10w

TE OGH 2011-01-19 3 Ob 237/10i

TE OGH 2011-01-19 3 Ob 236/10t

TE OGH 2011-06-09 3 Ob 100/11v

nur: Bestreitet er hingegen, den als Zuwiderhandlung behaupteten Sachverhalt verwirklicht zu haben, kann er sowohl gegen die Exekutionsbewilligung als auch gegen den Strafbeschluss Impugnationsklage nach Paragraph 36, Absatz eins, Ziffer eins, EO erheben. (T2)

TE OGH 2011-08-09 4 Ob 88/11m

Auch

TE OGH 2012-01-18 3 Ob 240/11g

TE OGH 2012-06-14 3 Ob 75/12v

Auch; nur T1

TE OGH 2012-11-14 3 Ob 201/12y

nur T1

TE OGH 2013-08-21 3 Ob 115/13b

Beisatz: Die Vertretbarkeit der Titelauslegung durch die verpflichtete Partei selbst bildet keinen Impugnationsgrund, denn sie vermag nicht das „Verschulden“ zu beseitigen. (T3)

TE OGH 2014-06-24 4 Ob 71/14s

Auch; nur T2; Veröff: SZ 2014/59

TE OGH 2014-07-23 3 Ob 12/14g

Beis wie T3

TE OGH 2014-07-23 3 Ob 89/14f

Auch; nur T1

TE OGH 2015-04-21 3 Ob 242/14f

Auch

TE OGH 2016-02-17 3 Ob 262/15y

Auch

TE OGH 2016-03-16 3 Ob 263/15w

Auch

TE OGH 2017-03-28 4 Ob 30/17s

Vgl; Beisatz: Ist nach Exekutionsbewilligung das Vorliegen eines Titelverstoßes strittig, ist das Rekursverfahren auf reine Rechtsfragen beschränkt, im Fall der Notwendigkeit, strittige Tatumstände zu klären (etwa die Anwendungsvoraussetzungen des Unionsrechts, dass der innerstaatlichen Verbotsnorm entgegenstehen könnte), ist infolge der Notwendigkeit, neues Tatsachenvorbringen zu erstatten, nur das Klageverfahren möglich. (T4)

TE OGH 2017-08-30 3 Ob 132/17h

TE OGH 2017-11-22 3 Ob 162/17w

TE OGH 2018-01-24 3 Ob 219/17b

nur T2

TE OGH 2018-09-21 3 Ob 132/18k

TE OGH 2018-10-24 3 Ob 180/18v

TE OGH 2018-12-19 3 Ob 226/18h

nur T1; nur T2

TE OGH 2019-09-11 3 Ob 161/19a

nur T2; Beisatz: Der Einwand, zu den inkriminierten Titelverstößen aus einem anderen, im Titelverfahren nicht relevierten Rechtsgrund berechtigt zu sein, stellt keinen tauglichen Impugnationsgrund dar. (T5)

TE OGH 2019-11-04 3 Ob 183/19m

TE OGH 2020-05-13 3 Ob 57/20h

Vgl; nur T2

TE OGH 2020-04-09 3 Ob 230/19y

TE OGH 2021-01-20 3 Ob 210/20h

nur T2

TE OGH 2021-01-20 3 Ob 211/20f

nur T2

TE OGH 2026-06-23 3 Ob 85/26k

vgl; nur T1

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0123123