OGH
RS0122916
10.09.2025
11Os112/07s; 15Os71/11x; 15Os84/13m; 13Os136/16y; 12Os64/17d; 13Os76/20f; 15Os85/25a; 15Os60/25z
StGB §143 B
WaffG §1
Anders als beim strafrechtlichen (funktionalen) Waffenbegriff, der nach hM und stRsp neben Waffen im technischen Sinn (nach Paragraph eins, WaffG) auch solche Gegenstände umfasst, die diesen nach ihrer Anwendbarkeit und Wirkung gleichkommen, ist nach der Legaldefinition des Paragraph eins, WaffG für die Qualifikation eines Gegenstandes als Waffe im Sinne des Waffengesetzes nur die objektive Zweckwidmung maßgeblich, die subjektive Zweckwidmung durch den Inhaber des Gegenstandes spielt dabei keine Rolle.
TE OGH 2007-11-20 11 Os 112/07s
TE OGH 2011-06-29 15 Os 71/11x
Beisatz: Hier: Fixiermesser. (T1)
TE OGH 2013-08-21 15 Os 84/13m
Beisatz: Diesem technischen Waffenbegriff unterliegen neben allen Schusswaffen insbesondere auch Hieb-, Stich- und Stoßwaffen sowie verbotene Waffen. „Gewöhnliche“ Messer mit stumpfem Rücken, wie etwa Brot-, Tisch- und Küchenmesser sowie Jagd-, Taschen-, Pfadfinder- und Fahrtenmesser sind allerdings nicht als Waffen im Sinn des WaffG, sondern als Gebrauchsgegenstände anzusehen. (T2)
TE OGH 2017-06-28 13 Os 136/16y
TE OGH 2017-07-13 12 Os 64/17d
Auch
TE OGH 2020-11-18 13 Os 76/20f
Beis wie T2
TE OGH 2025-09-10 15 Os 85/25a
Beisatz: Die Qualifikation eines Messers als Tatobjekt des Paragraph 50, Absatz eins, Ziffer 3, WaffG setzt die Darstellung seiner besonderen Eigenschaften voraus, die seine Einordnung als Waffe im Sinne des Paragraph eins, WaffG erlauben. (T3)
TE OGH 2025-09-10 15 Os 60/25z
vgl
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122916