Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0122192

Entscheidungsdatum

22.05.2007

Geschäftszahl

4Ob2/07h; 1Ob176/07z; 1Ob157/09h; 9Ob24/10k; 3Ob68/10m; 6Ob258/10z; 10Ob70/11h; 2Ob162/11d; 1Ob241/12s; 7Ob16/13y; 7Ob111/13v; 5Ob131/13w; 7Ob149/15k; 8Ob25/16h; 7Ob237/16b (7Ob16/17d); 4Ob111/17b; 5Ob10/18h; 9Ob20/18h; 7Ob94/18a; 4Ob246/18g; 8Ob103/19h

Norm

AußStrG 2005 §66 Abs2 B; ABGB §137 Abs1

Rechtssatz

Der Maxime des Kindeswohls ist im Obsorgeverfahren auch nach Inkrafttreten des AußStrG BGBl I 2003/111 dadurch zu entsprechen, dass der Oberste Gerichtshof aktenkundige Entwicklungen, die die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern, - ungeachtet des im Revisionsrekursverfahren an sich herrschenden Neuerungsverbots - auch dann berücksichtigen muss, wenn sie erst nach der Beschlussfassung einer der Vorinstanzen eingetreten sind.

Entscheidungstexte

TE OGH 2007-05-22 4 Ob 2/07h

Veröff: SZ 2007/75

TE OGH 2007-09-11 1 Ob 176/07z

Auch; Beisatz: Aktenkundige Entwicklungen sind zu berücksichtigen, es besteht jedoch keine Pflicht zur ständigen amtswegigen Erhebung der jeweiligen aktuellen Umstände. (T1)

TE OGH 2009-09-08 1 Ob 157/09h

Auch; Beis wie T1

TE OGH 2010-05-11 9 Ob 24/10k

TE OGH 2010-06-30 3 Ob 68/10m

Vgl auch; Beisatz: Hier: Sachwalterschaftsverfahren. (T2)

TE OGH 2011-01-28 6 Ob 258/10z

Vgl

TE OGH 2011-10-04 10 Ob 70/11h

Vgl auch

TE OGH 2011-09-16 2 Ob 162/11d

Auch; Auch Beis wie T1

TE OGH 2012-12-13 1 Ob 241/12s

Vgl auch

TE OGH 2013-03-27 7 Ob 16/13y

Vgl auch; Beisatz: Dies bezieht sich aber nur auf unstrittige und aktenkundige Umstände; außerdem ist das Neuerungsverbot im Obsorgeverfahren aus Gründen des Kindeswohls nur insofern durchbrochen, als der Oberste Gerichtshof solche ‑ nach der Beschlussfassung der Vorinstanzen eingetretene Entwicklungen ‑ lediglich dann zu berücksichtigen hat, wenn die bisherige Tatsachengrundlage dadurch wesentlich verändert wird. Im Übrigen sind daher neue Tatsachenbehauptungen in einem Rechtsmittel nicht zu berücksichtigen. Vor allem ist zu bedenken, dass bei wesentlicher Änderung der für die Obsorgefrage maßgeblichen Umstände den Parteien ohnehin die Möglichkeit einer neuerlichen Antragstellung offensteht. Allein das neue Vorbringen im Rechtsmittel macht die betreffende Behauptung nicht schon zur aktenkundigen und deshalb zu berücksichtigenden Tatsachengrundlage. (T3)

TE OGH 2013-07-03 7 Ob 111/13v

Auch

TE OGH 2013-11-06 5 Ob 131/13w

Auch

TE OGH 2015-11-19 7 Ob 149/15k

Auch

TE OGH 2016-08-17 8 Ob 25/16h

Auch

TE OGH 2017-04-26 7 Ob 237/16b

Auch; Beis wie T2

TE OGH 2017-07-27 4 Ob 111/17b

Beis wie T1; Beis wie T3

TE OGH 2018-02-13 5 Ob 10/18h

TE OGH 2018-04-25 9 Ob 20/18h

Auch

TE OGH 2018-06-20 7 Ob 94/18a

Beis wie T3

TE OGH 2019-01-29 4 Ob 246/18g

Auch; Beis wie T3

TE OGH 2019-10-25 8 Ob 103/19h

Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122192