Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0120818

Entscheidungsdatum

30.05.2006

Geschäftszahl

11Os38/06g; 11Os8/07x (11Os9/07v); 12Os137/07z; 15Os110/12h (15Os144/12h); 17Os7/13b (17Os10/13v); 15Os52/14g (15Os53/14d); 11Os106/15w (11Os107/15t; 11Os110/15h; 11Os121/15a); 14Os128/16d (14Os129/16a); 12Os67/20z (12Os68/20x)

Norm

StPO §271 Abs7

Rechtssatz

Wenngleich eine neuerliche Urteilszustellung iSd § 271 Abs 7 letzter Satz StPO nach dem klaren Wortlaut des dritten Satzes leg cit grundsätzlich die Frist zur Einbringung eines Protokollberichtigungsantrags wieder eröffnet, steht doch - dem Zweck der Bestimmung entsprechend - jeder Partei nur ein einziger Antrag auf Berichtigung ein und desselben Hauptverhandlungsprotokolls zu (WK-StPO § 271 Rz 47). Sonst wäre eine Partei in der Lage, durch stets neue Anträge die Entscheidung über die Rechtsmittel gegen ein Urteil nach Belieben zu verzögern.

Entscheidungstexte

TE OGH 2006-05-30 11 Os 38/06g

TE OGH 2007-03-27 11 Os 8/07x

TE OGH 2008-03-13 12 Os 137/07z

TE OGH 2013-02-27 15 Os 110/12h

Auch; nur: Jedem Beteiligten steht nur ein einziger Antrag auf Berichtigung ein und desselben Hauptverhandlungsprotokolls zu. (T1)

TE OGH 2013-09-30 17 Os 7/13b

Auch; nur T1

TE OGH 2015-01-14 15 Os 52/14g

Auch; Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn die Hauptverhandlung an mehreren Verhandlungstagen stattfand und der weitere Protokollberichtigungsantrag einen anderen Verhandlungstag betrifft. (T2)

TE OGH 2016-05-19 11 Os 106/15w

Beisatz: Ein solcher (einmaliger) Antrag ist überdies spätestens zugleich mit der Nichtigkeitsbeschwerde einzubringen. (T3)

TE OGH 2017-07-04 14 Os 128/16d

Auch; Beis wie T2

TE OGH 2020-09-10 12 Os 67/20z

Vgl

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120818