Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0120138

Entscheidungsdatum

25.08.2005

Geschäftszahl

15Os71/05p; 11Os106/06g; 14Os123/08g (14Os124/08d, 14Os125/08a, 14Os126/08y); 20Os8/15z; 20Os26/15x; 24Ds1/22i

Norm

StGB §34 Abs2; StPO §270 Abs1

Rechtssatz

Eine die vierwöchige Frist des Paragraph 270, Absatz eins, StPO objektiv beträchtlich überschreitende und von Umfang und Schwierigkeit her sachlich nicht mehr gerechtfertigte, somit unverhältnismäßig lange Dauer der Ausfertigung des Ersturteils (im konkreten Fall: rund sechs Monate) bewirkt den zusätzlichen Milderungsgrund der unverhältnismäßig langen Verfahrensdauer (Paragraph 34, Absatz 2, StGB).

Entscheidungstexte

TE OGH 2005-08-25 15 Os 71/05p

TE OGH 2006-12-19 11 Os 106/06g

Vgl auch; Beisatz: Hier: Erste gerichtliche Vernehmung wegen des verfahrensgegenständlichen Vorwurfes ca. 7 Jahre vor der Verurteilung erster Instanz. (T1)

TE OGH 2008-11-04 14 Os 123/08g

Vgl; Beisatz: Hier: Einleitung des Strafverfahrens mit Antrag auf Bestrafung am 3. 7. 2006 und rechtskräftige Beendigung nach über zweijähriger Verfahrensdauer mit Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 4. 11. 2008 unterdurchschnittlichem Aktenumfang (307 Seiten), äußerst geringer rechtlicher Komplexität der Strafsache und von Beginn an geständiger Verantwortung des Beschuldigten. (T2)

TE OGH 2015-10-06 20 Os 8/15z

Vgl; Beisatz: Hier: Zustellung des Erkenntnisses erster Instanz vom 16. 12. 2013 erst am 12. 9. 2014 und Vorlage der Berufung vom 16. 10. 2014 erst Anfang Februar 2015. (T3)

TE OGH 2016-06-10 20 Os 26/15x

Vgl auch; Beisatz: Hier: Disziplinarverfahren gegen einen Rechtsanwalt. (T4)

TE OGH 2022-12-06 24 Ds 1/22i

Vgl

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120138