Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0120128

Entscheidungsdatum

10.06.2026

Geschäftszahl

14Os55/05b; 13Os93/05h; 11Os117/06z; 15Os56/06h; 13Os122/06z; 12Os154/07z; 14Os30/08f; 14Os54/09m; 13Os75/09t; 15Os51/10d; 15Os79/11y; 14Os14/13k; 12Os168/11i; 14Os43/14a; 11Os59/14g; 14Os108/14k; 20Os26/15x; 11Os99/16t; 15Os124/16y; 22Os2/16h; 13Os127/16z (13Os52/17x); 14Os121/17a; 11Os8/19i; 14Os86/19g; 15Os26/20t; 13Os55/20t; 14Os59/20p; 15Os112/22t (15Os113/22i); 15Os98/22h; 12Os126/23f; 15Os40/26k; 22Ds10/25b

Norm

StGB §28 Abs1 G

StPO §34 Abs2 A

StPO §259 Z3

StPO §260

StPO §281 Abs1 Z7

StPO §281 Abs1 Z8 D

StPO §281 Abs1 Z9

StPO §268 Abs2 Z3

Rechtssatz

Einer Tat für schuldig befunden oder von der Anklage freigesprochen zu werden, ist von der StPO als kontradiktorisches Gegensatzpaar angelegt; eine dritte Möglichkeit soll für Endurteile logisch ausscheiden. Schuld- und Freispruch beziehen sich demnach nicht auf die rechtliche Kategorie (strafbare Handlung), sondern auf die Tat, also das unter Anklage gestellte historische Geschehen. Das ist der Grund, warum nach stRsp ein Subsumtionsfreispruch (sog Qualifikationsfreispruch) nicht in Frage kommt. Umso mehr ist ein Freispruch wegen eines bloßen Strafzumessungsaspektes unangebracht.

Entscheidungstexte

TE OGH 2005-08-09 14 Os 55/05b

TE OGH 2005-09-28 13 Os 93/05h

Vgl; Beisatz: Betrifft die unrichtige rechtliche Beurteilung bloß einen Strafzumessungsaspekt, so bietet sie keinen Anlass zu amtswegigem Einschreiten nach Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz StPO. (T1)

TE OGH 2006-11-21 11 Os 117/06z

Auch; nur: Schuld- und Freispruch beziehen sich nicht auf die rechtliche Kategorie (strafbare Handlung), sondern auf die Tat, also das unter Anklage gestellte historische Geschehen. (T2)

TE OGH 2006-12-12 15 Os 56/06h

Auch; nur: Einer Tat für schuldig befunden oder von der Anklage freigesprochen zu werden, ist von der StPO als kontradiktorisches Gegensatzpaar angelegt; eine dritte Möglichkeit soll für Endurteile logisch ausscheiden. Schuld- und Freispruch beziehen sich demnach nicht auf die rechtliche Kategorie (strafbare Handlung), sondern auf die Tat, also das unter Anklage gestellte historische Geschehen. Das ist der Grund, warum nach stRsp ein Subsumtionsfreispruch (sog Qualifikationsfreispruch) nicht in Frage kommt. (T3)

TE OGH 2006-12-20 13 Os 122/06z

Auch; nur: Einer Tat für schuldig befunden oder von der Anklage freigesprochen zu werden, ist von der StPO als kontradiktorisches Gegensatzpaar angelegt; eine dritte Möglichkeit soll für Endurteile logisch ausscheiden. Schuld- und Freispruch beziehen sich demnach nicht auf die rechtliche Kategorie (strafbare Handlung), sondern auf die Tat, also das unter Anklage gestellte historische Geschehen. Das ist der Grund, warum nach stRsp ein Subsumtionsfreispruch (sog Qualifikationsfreispruch) nicht in Frage kommt. (T4)

TE OGH 2008-02-21 12 Os 154/07z

Auch

TE OGH 2008-04-15 14 Os 30/08f

Vgl

TE OGH 2009-06-23 14 Os 54/09m

Vgl

TE OGH 2009-10-15 13 Os 75/09t

Auch

TE OGH 2010-08-11 15 Os 51/10d

Auch

TE OGH 2011-06-29 15 Os 79/11y

Vgl auch

TE OGH 2013-04-09 14 Os 14/13k

Auch

TE OGH 2013-01-31 12 Os 168/11i

Auch

TE OGH 2014-08-12 14 Os 43/14a

TE OGH 2014-08-26 11 Os 59/14g

Auch

TE OGH 2014-10-28 14 Os 108/14k

Vgl; Beisatz: Ein Qualifikationsfreispruch von der Annahme der Gewerbsmäßigkeit ist unzulässig. (T5)

TE OGH 2016-06-10 20 Os 26/15x

Vgl auch; Beisatz: Hier: Disziplinarverfahren gegen einen Rechtsanwalt. (T6)

TE OGH 2016-10-11 11 Os 99/16t

Auch

TE OGH 2016-12-14 15 Os 124/16y

Auch

TE OGH 2016-12-07 22 Os 2/16h

Auch

TE OGH 2017-06-28 13 Os 127/16z

Auch

TE OGH 2018-02-13 14 Os 121/17a

Vgl

TE OGH 2019-04-02 11 Os 8/19i

Beisatz: Ein Subsumtionsfreispruch ist bei Idealkonkurrenz unzulässig, weil er bloß die rechtliche Kategorie (strafbare Handlung) betrifft. (T7)

TE OGH 2019-12-03 14 Os 86/19g

Vgl

TE OGH 2020-05-12 15 Os 26/20t

Vgl

TE OGH 2020-09-16 13 Os 55/20t

Vgl

TE OGH 2020-09-29 14 Os 59/20p

Vgl

TE OGH 2022-12-05 15 Os 112/22t

Vgl

TE OGH 2023-01-18 15 Os 98/22h

Vgl

TE OGH 2023-11-23 12 Os 126/23f

vgl

TE OGH 2026-05-06 15 Os 40/26k

vgl; Beisatz: Hier: (Verfehlter) Freispruch von Paragraph 212, Absatz eins, Ziffer 2, StGB in Ansehung eines Paragraph 207, Absatz eins, StGB subsumierten Sachverhalts. (T8)

TE OGH 2026-06-10 22 Ds 10/25b

vgl; Beisatz: Hier Paragraph 38, Absatz eins, DSt (T9)

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120128