OGH
RS0119545
01.07.2026
14Os135/04; 14Os23/06y; 11Os126/06y; 11Os132/08h; 11Os83/11g; 11Os93/11b; 14Os128/11x; 11Os116/11k; 15Os156/11x; 13Os2/12m; 15Os49/12p; 14Os73/12k; 12Os148/12z; 15Os91/13s (15Os92/13p; 15Os93/13k); 14Os1113/13v; 17Os43/14y; 14Os110/14d; 13Os2/14i; 13Os142/14b; 13Os143/14z; 12Os88/15f; 15Os155/15f; 14Os29/16w (14Os42/16g); 13Os105/15p (13Os106/15k); 11Os96/16a; 15Os121/16g; 15Os47/16z; 14Os132/16t; 12Os100/16x (12Os101/16v); 12Os123/16d; 13Os101/16a; 14Os32/17p; 12Os41/17x; 14Os62/17z; 11Os76/17m; 13Os88/17s (13Os89/17p; 13Os90; 17k; 13Os91/17g; 13Os92/17d; 13Os93/17a); 13Os134/17f; 12Os50/18x; 12Os56/18d; 14Os120/18f; 14Os40/19t; 15Os137/19i; 13Os20/20w; 13Os1/21b (13Os2/21z); 11Os81/21b; 11Os129/21m; 11Os125/21y; 11Os24/22x; 13Os1/22d; 11Os92/22x; 11Os30/23f; 14Os17/23s; 12Os98/25s; 12Os64/26t
StGB §1
StGB §20
StGB §20b
StGB §61
Die Anwendbarkeit der Bestimmungen über vermögensrechtliche Anordnungen richtet sich nach dem Zeitpunkt, zu dem die Straftat begangen wurde, auf welche sich die Maßnahme bezieht. Die durch das StRÄG 1996 geänderten Regeln über die Abschöpfung der Bereicherung sind gemäß Paragraphen eins, 61, StGB nur dann anzuwenden, wenn sie für die Betroffenen nicht ungünstiger sind als das alte Recht. Beim Günstigkeitsvergleich ist streng fallbezogen in einer konkreten Gesamtschau der Unrechtsfolgen zu prüfen, welches Gesetz in seinen Gesamtauswirkungen für den Täter vorteilhafter wäre.
TE OGH 2004-11-30 14 Os 135/04
TE OGH 2006-06-13 14 Os 23/06y
Auch; nur: Beim Günstigkeitsvergleich ist streng fallbezogen in einer konkreten Gesamtschau der Unrechtsfolgen zu prüfen, welches Gesetz in seinen Gesamtauswirkungen für den Täter vorteilhafter wäre. (T1)
TE OGH 2007-01-23 11 Os 126/06y
Auch; Anmerkung, Die ursprünglich an dieser Stelle aus Versehen mit der Kennzeichnung T2 erfolgte Wiederholung des Teilsatzes T1 wurde gelöscht. - November 2020 (T2)
TE OGH 2008-10-21 11 Os 132/08h
Auch; nur T1; Beisatz: Im Bereich des Suchtmittelgesetzes ist also nicht bloß ein Vergleich der Tatbestände und Sanktionsdrohungen vorzunehmen, sondern sind insbesondere die Diversionsbestimmungen mitzubedenken. (T3)
TE OGH 2011-07-14 11 Os 83/11g
Vgl auch; Beisatz: Hier: BGBl römisch eins 2010/108 (strafrechtliches Kompetenzpaket). (T4)
TE OGH 2011-08-25 11 Os 93/11b
Vgl auch; Beis wie T4
TE OGH 2011-11-08 14 Os 128/11x
Vgl auch; Beis wie T4
TE OGH 2011-11-17 11 Os 116/11k
Vgl auch
TE OGH 2011-12-14 15 Os 156/11x
Vgl auch; Beis wie T4
TE OGH 2012-03-08 13 Os 2/12m
Vgl; Beisatz: Die zur Tatzeit geltenden Rechtslage (Paragraph eins, Absatz 2, StGB) sah als vergleichbare vermögensrechtliche Anordnung die ‑ nach dem so genannten Nettoprinzip zu berechnende ‑ Abschöpfung der Bereicherung vor (Paragraph 20, StGB aF), von der abzusehen war, soweit die Zahlung des Geldbetrags das Fortkommen des Bereicherten unverhältnismäßig erschweren oder ihn unbillig hart treffen würde, insbesondere weil die Bereicherung im Zeitpunkt der Anordnung nicht mehr vorhanden ist, wobei aus einer Verurteilung erwachsende andere nachteilige Folgen zu berücksichtigen waren (Paragraph 20 a, Absatz 2, Ziffer 3, StGB aF). (T5)
Beisatz: Hier: Diesbezügliche Erwägungen sind der angefochtenen Entscheidung nicht zu entnehmen. (T6)
TE OGH 2012-05-30 15 Os 49/12p
Vgl auch
TE OGH 2012-08-28 14 Os 73/12k
Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Wurde ein nach Paragraph 28 a, Absatz 4, Ziffer 3, SMG zur Subsumtionseinheit sui generis zusammengefasstes Verhalten im Geltungsbereich des Paragraph 20, StGB sowohl in den Fassungen vor als auch nach Inkrafttreten des BGBl römisch eins 2010/108 gesetzt, ist der Günstigkeitsvergleich in einem solchen Fall der Realkonkurrenz vergleiche RIS-Justiz RS0089011) für jede Tat, also für jedes (bloß) nach Maßgabe des Paragraph 28 a, Absatz eins, SMG zu einer Handlungseinheit zusammengefasste Geschehen, gesondert vorzunehmen. (T7)
TE OGH 2012-12-13 12 Os 148/12z
Vgl auch
TE OGH 2013-08-21 15 Os 91/13s
Auch
TE OGH 2013-12-17 14 Os 1113/13v
Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5
TE OGH 2015-01-21 17 Os 43/14y
Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5
TE OGH 2014-12-16 14 Os 110/14d
Auch; Beisatz: Zuspruch an den Privatbeteiligten hindert die gleichzeitige Anordnung des Verfalls (anders als nach Paragraph 20 a, Absatz eins, StGB in der Fassung vor BGBl römisch eins 2010/108 die Abschöpfung der Bereicherung) nicht. Der Ausschluss des Verfalls wird durch Paragraph 20 a, Absatz 2, Ziffer 2, StGB idgF auf Fälle beschränkt, in denen der Betroffene zivilrechtliche Ansprüche aus der Tat befriedigt oder für sie Sicherheit geleistet hat. (T8)
TE OGH 2015-04-15 13 Os 2/14i
Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
TE OGH 2015-11-25 13 Os 142/14b
TE OGH 2015-11-25 13 Os 143/14z
TE OGH 2016-03-03 12 Os 88/15f
TE OGH 2016-03-14 15 Os 155/15f
Auch; Beisatz: Hier: Paragraphen 20, 20 a, StGB in der Fassung BGBl römisch eins 2002/134 schon zufolge des Nettoprinzips für den Angeklagten günstiger als Paragraphen 20, 20 a, StGB in der Fassung BGBl römisch eins 2010/108. (T9)
TE OGH 2016-06-28 14 Os 29/16w
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Der Günstigkeitsvergleich ist auch bei Subsumtionseinheiten nach Paragraph 29, StGB für jede Tat gesondert vorzunehmen. (T10)
TE OGH 2016-09-06 13 Os 105/15p
Auch; Beis wie T5; Beis wie T10
TE OGH 2016-09-13 11 Os 96/16a
Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
TE OGH 2017-02-15 15 Os 121/16g
Auch
TE OGH 2017-02-15 15 Os 47/16z
Auch
TE OGH 2017-04-04 14 Os 132/16t
Auch; Beis wie T7
TE OGH 2017-03-02 12 Os 100/16x
Auch; nur T1
TE OGH 2017-04-06 12 Os 123/16d
Auch; Beisatz: Bei Beurteilung einer tatbestandlichen Handlungseinheit ist die zum Zeitpunkt der Vornahme des letzten Teilakts geltende Rechtslage maßgebend, ohne dass dem Täter früheres, zur Zeit vorangegangener Teilhandlungen geltendes (allenfalls günstigeres) Recht zugute käme. (T11)
TE OGH 2017-03-13 13 Os 101/16a
Auch
TE OGH 2017-09-05 14 Os 32/17p
Auch; Beis wie T5
TE OGH 2017-09-21 12 Os 41/17x
Auch; nur T1
TE OGH 2017-11-07 14 Os 62/17z
Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T9
TE OGH 2017-10-17 11 Os 76/17m
Auch; Beisatz: Dabei kann eine vermögensrechtliche Anordnung auch dann nach Tatzeitrecht zu treffen sein, wenn die Tat selbst (aufgrund des diesbezüglich nach Paragraph 61, zweiter Satz StGB vorzunehmenden Günstigkeitsvergleichs) einem (ebenfalls vom Tatzeitgesetz verschiedenen) Urteilszeitgesetz zu unterstellen ist. (T12)
TE OGH 2017-10-11 13 Os 88/17s
Auch; Beis wie T10
TE OGH 2018-03-14 13 Os 134/17f
Auch
TE OGH 2018-07-05 12 Os 50/18x
Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
TE OGH 2018-09-13 12 Os 56/18d
Auch
TE OGH 2019-01-29 14 Os 120/18f
Auch
TE OGH 2019-10-07 14 Os 40/19t
Vgl; Beis wie T5; Beis wie T9
TE OGH 2020-03-04 15 Os 137/19i
Vgl; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10
TE OGH 2020-09-16 13 Os 20/20w
Vgl; nur T1
TE OGH 2021-03-16 13 Os 1/21b
Vgl; Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T12
TE OGH 2021-11-02 11 Os 81/21b
Vgl; nur T1
TE OGH 2021-12-15 11 Os 129/21m
Vgl; Beis wie T12
TE OGH 2022-02-08 11 Os 125/21y
nur T1
TE OGH 2022-05-03 11 Os 24/22x
Vgl; nur T1
TE OGH 2022-06-22 13 Os 1/22d
Vgl; Beis nur wie T8; Beisatz: Auch aus dem Grund des Paragraph 20 a, Absatz 2, Ziffer 3, StGB hindert der bloße Zuspruch an den Privatbeteiligten die gleichzeitige Anordnung des Verfalls nicht. (T13)
TE OGH 2022-12-20 11 Os 92/22x
Vgl; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T10
TE OGH 2023-05-09 11 Os 30/23f
vgl; Beisatz wie T11
TE OGH 2023-06-27 14 Os 17/23s
vgl; Beisatz wie T7; Beisatz wie T10
TE OGH 2025-12-10 12 Os 98/25s
vgl; Beisatz wie T7; Beisatz wie T10
TE OGH 2026-07-01 12 Os 64/26t
vgl; Beisatz wie T1
ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119545