Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0115122

Entscheidungsdatum

08.05.2001

Geschäftszahl

11Os53/01; 12Os1/05x; 13Os63/05x (13Os64/05v)

Norm

MedienG §1; MedienG §28

Rechtssatz

Ein Medieninhaltsdelikt stellt keinen eigenen Deliktstatbestand dar; die Begehung einer gerichtlich strafbaren Handlung durch den Inhalt eines Mediums ist vorsatzunabhängig, weil damit nicht die Handlung des Täters, sondern nur der mediale Multiplikationseffekt umschrieben wird.

Entscheidungstexte

TE OGH 2001-05-08 11 Os 53/01

TE OGH 2005-02-17 12 Os 1/05x

TE OGH 2005-08-31 13 Os 63/05x

Gegenteilig; Beisatz: Zum Begriff des Medieninhaltsdeliktes zählt auch die Verwirklichung des subjektiven Tatbestandes. (T1)

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115122