OGH
RS0113812
02.07.2025
14Os107/99; 13Os132/10a; 11Os24/11f; 11Os94/14t; 11Os109/15m; 15Os32/17w; 13Os115/16k; 13Os22/18m; 13Os85/18a; 14Os132/18w; 11Os126/19t; 13Os52/25h
StGB §28 A
StGB §29
StGB §30
StGB §31
Im Fall einer einzigen Tat ist ohne ausdrückliche gesetzliche Anordnung prinzipiell von (echter) Idealkonkurrenz auszugehen. Soll gleichwohl Subsidiarität gelten, bedarf es einer zweifelsfreien Begründung, die in Abweichung von diesem Grundsatz die Annahme rechtfertigt, der Gesetzgeber habe an Stelle von Idealkonkurrenz stillschweigend Subsidiarität vorausgesetzt.
TE OGH 2000-06-28 14 Os 107/99
TE OGH 2011-02-17 13 Os 132/10a
Beisatz: Weil im Gegensatz zur Spezialität, wo es keines besonderen Hinweises des Gesetzgebers auf die derogierende Wirkung des speziellen Tatbestands bedarf, bei der Subsidiarität aufgrund der gleichen begriffslogischen Lage auch Idealkonkurrenz in Frage kommt, ist in Bezug auf diesen Scheinkonkurrenztypus die ausdrückliche als die Normalform anzusehen. (T1)
Beisatz: Für die Frage nach stillschweigender Subsidiarität kommt der systematischen Interpretation eine besondere Bedeutung zu. Dass die die verdrängende strafbare Handlung begründende Tat bloß versucht wurde, ändert nichts an vorliegender Subsidiarität. (T2)
TE OGH 2011-05-19 11 Os 24/11f
Beisatz: Hier: Stillschweigende Subsidiarität oder tatbestandsmäßige Handlungseinheit bei einer Nötigung (Paragraph 105, StGB) mehrerer Opfer verneint. (T3)
TE OGH 2014-11-25 11 Os 94/14t
Auch; Beisatz: Keine Scheinkonkurrenz zwischen Paragraph 104 a, Absatz eins, StGB und Paragraphen 105, 106, Absatz eins, Ziffer 3, StGB. (T4)
TE OGH 2015-10-27 11 Os 109/15m
Auch
TE OGH 2017-05-24 15 Os 32/17w
Auch
TE OGH 2017-05-17 13 Os 115/16k
Auch
TE OGH 2018-09-12 13 Os 22/18m
Auch
TE OGH 2018-11-21 13 Os 85/18a
TE OGH 2019-01-29 14 Os 132/18w
Auch
TE OGH 2019-12-10 11 Os 126/19t
TE OGH 2025-07-02 13 Os 52/25h
vgl
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113812