OGH
RS0112525
29.07.2025
14Os129/99 (14Os130/99; 14Os131/99); 14Os52/03; 15Os125/12i (15Os126/12m; 15Os127/12h); 11Ns22/17z; 12Os67/19y; 11Os98/19z; 12Os34/21y (12Os35/21w; 12Os36/21t); 11Os75/25a (11Os76/25y; 11Os77/25w)
StGB §31a Abs1
StPO §410 Abs1
StPO §494a
SMG §40 Abs1
Gemäß Paragraph 410, Absatz eins, StPO in der Fassung des StRÄG 1996, Bundesgesetzblatt 762, ist zur Entscheidung über die nachträgliche Strafmilderung (Paragraph 31 a, Absatz eins, StGB) das Gericht zuständig, das in erster Instanz erkannt hat. Die Entscheidungskompetenz steht auch dann ungeteilt jenem Gericht zu, von dem die allenfalls zu mildernde Strafe ursprünglich stammt, wenn eine zunächst gewährte bedingte Nachsicht später von einem anderen Gericht gemäß Paragraph 494 a, StPO widerrufen wurde. Eine Aufteilung einzelner Milderungsaspekte wie Herabsetzung und bedingte Nachsicht auf verschiedene Gerichte liefe der verfahrensrechtlichen Fundierung des Paragraph 31 a, Absatz eins, StGB in Paragraph 410, Absatz eins, StPO zuwider.
TE OGH 1999-09-28 14 Os 129/99
TE OGH 2003-04-23 14 Os 52/03
TE OGH 2012-10-17 15 Os 125/12i
Auch
TE OGH 2017-05-30 11 Ns 22/17z
Auch
TE OGH 2019-06-27 12 Os 67/19y
TE OGH 2019-10-08 11 Os 98/19z
Vgl; Beisatz: Dies gilt auch für nachträglich bedingte Strafnachsicht nach dem - insoweit wortgleichen - Paragraph 40, Absatz eins, SMG. (T1)
TE OGH 2021-04-22 12 Os 34/21y
Vgl; Beis wie T1
TE OGH 2025-07-29 11 Os 75/25a
vgl; Beisatz wie T1
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112525