OGH
RS0111562
29.09.2025
1Ob295/98h; 5Ob270/03x; 10Ob83/07i; 7Ob267/08b; 3Ob132/09x; 10Ob24/11v; 10Ob45/11g; 8Ob77/12z; 10Ob27/12m; 4Ob106/12k; 2Ob132/12v; 5Ob55/13v; 5Ob253/12k; 2Ob158/13v; 1Ob87/15y; 6Ob188/15p; 7Ob41/15b; 10Ob13/16h; 9Ob51/17s; 9Ob76/17t; 5Ob48/19y; 3Ob235/19h; 1Ob76/20p; 6Ob209/21k; 5Ob38/22g; 1Ob126/22v; 4Ob75/24v; 7Ob126/24s; 4Ob31/25z
ABGB §480
ABGB §863 EI
Ein Dienstbarkeitsvertrag kann auch durch schlüssiges Verhalten im Sinne des Paragraph 863, ABGB zustandekommen. Ein schlüssiger Dienstbarkeitsvertrags kommt nicht schon durch die bloße Duldung eines bestimmten Gebrauchs des dienenden Guts, sondern erst dann zustande, wenn zusätzliche Sachverhaltselemente den Schluss erlauben, der aus einem bestimmten Verhalten abzuleitende rechtsgeschäftliche Wille der (jeweils) Belasteten habe sich auf die Einräumung einer Dienstbarkeit als dingliches Recht bezogen.
TE OGH 1999-01-19 1 Ob 295/98h
TE OGH 2003-12-09 5 Ob 270/03x
Auch; nur: Ein Dienstbarkeitsvertrag kann auch durch schlüssiges Verhalten im Sinne des Paragraph 863, ABGB zustandekommen. (T1)
TE OGH 2007-10-09 10 Ob 83/07i
TE OGH 2009-07-08 7 Ob 267/08b
TE OGH 2009-09-30 3 Ob 132/09x
TE OGH 2011-05-03 10 Ob 24/11v
Auch
TE OGH 2011-06-28 10 Ob 45/11g
Auch
TE OGH 2012-07-26 8 Ob 77/12z
Auch; Beisatz: Das Gleiche gilt schon aufgrund eines Größenschlusses für die Erweiterung des Umfangs einer ausdrücklich bestellten Servitut. (T2)
TE OGH 2012-10-02 10 Ob 27/12m
Auch
TE OGH 2012-09-18 4 Ob 106/12k
Beis ähnlich wie T2
TE OGH 2012-09-20 2 Ob 132/12v
TE OGH 2013-07-16 5 Ob 55/13v
Vgl; Beisatz: Das gilt auch für eine unregelmäßige Dienstbarkeit nach Paragraph 479, ABGB. (T3)
TE OGH 2013-07-16 5 Ob 253/12k
Auch; nur T1
TE OGH 2013-10-23 2 Ob 158/13v
Auch; Beisatz: Hier nur Duldung einer obligatorischen Nutzung eines Schwimmbads. (T4)
TE OGH 2015-05-21 1 Ob 87/15y
Auch; Beisatz: An die Annahme der schlüssigen Einräumung einer Dienstbarkeit sind, weil dies einem Teilrechtsverzicht gleichkommt, strenge Anforderungen zu stellen. Die sonst an die Ersitzung anknüpfenden Erfordernisse des rechtmäßigen, redlichen und echten Besitzes, einschließlich dem Ablauf der Ersitzungszeit, sollen nicht dadurch einfach umgangen werden können, dass man aus der Nichtausübung eines Rechts oder der stillschweigenden Duldung der Nutzung des Grundstücks durch eine andere Person während eines kürzeren Zeitraums als jenes für die Ersitzung bereits einen konkludenten Rechtsverlust durch rechtsgeschäftliche konkludente Einräumung von Dienstbarkeitsrechten bejaht, (so schon 10 Ob 10/13p). (T5)
TE OGH 2015-11-26 6 Ob 188/15p
Beis wie T5
TE OGH 2015-09-02 7 Ob 41/15b
Auch
TE OGH 2017-03-21 10 Ob 13/16h
Vgl auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Es entzieht sich – wegen der Einzelfallbezogenheit – der grundsätzlichen Erörterung des Obersten Gerichtshofs, welche konkreten Aufwendungen des Begünstigten vorliegen müssen, damit die Zustimmung des Grundeigentümers nicht nur als nachbarschaftliche Gefälligkeitshandlung zu beurteilen ist, und welche Aufwendungen den Schluss auf einen rechtsgeschäftlichen Willen des Liegenschaftseigentümers zur Einräumung eines (dinglichen oder) obligatorischen Gebrauchsrechts zulassen. (T6)
TE OGH 2017-12-18 9 Ob 51/17s
Beis wie T5
TE OGH 2018-01-30 9 Ob 76/17t
TE OGH 2019-06-13 5 Ob 48/19y
Auch; Beis wie T5
TE OGH 2020-02-26 3 Ob 235/19h
Vgl; Beis wie T2
TE OGH 2020-05-25 1 Ob 76/20p
TE OGH 2022-02-02 6 Ob 209/21k
Vgl; nur T1
TE OGH 2022-04-21 5 Ob 38/22g
TE OGH 2022-09-14 1 Ob 126/22v
TE OGH 2024-04-26 4 Ob 75/24v
TE OGH 2024-09-23 7 Ob 126/24s
vgl
TE OGH 2025-09-29 4 Ob 31/25z
vgl
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111562