OGH
RS0109225
24.06.2025
2Ob2343/96i; 2Ob135/03x; 5Ob118/06y; 7Ob115/09a; 2Ob219/10k; 2Ob144/11g; 6Ob201/11v; 2Ob148/15a; 8Ob10/16b; 4Ob24/18k; 4Ob128/20g; 9Ob16/25f; 1Ob10/25i
ABGB §1304 A1
Die Unterlassung der Schadensminderung kann dem Geschädigten dann vorgeworfen werden, wenn die von ihm unterlassene - zumutbare - Handlung geeignet gewesen wäre, den Schaden zu verringern.
TE OGH 1997-12-18 2 Ob 2343/96i
TE OGH 2003-06-26 2 Ob 135/03x
Auch; Beisatz: Ein Geschädigter ist entsprechend der sich ua aus Paragraph 1304, ABGB ergebenden Schadensminderungspflicht verhalten, seinen Schaden möglichst gering zu halten, wenn und soweit ihm ein konkretes (jedoch unterlassenes) Verhalten zugemutet werden kann. (T1)
TE OGH 2006-08-29 5 Ob 118/06y
Beis wie T1
TE OGH 2009-09-02 7 Ob 115/09a
TE OGH 2011-06-22 2 Ob 219/10k
Vgl; Beisatz: Zustimmung zu einer objektiv zumutbaren Heilbehandlung. (T2)
Bem: Zum 2. Rechtsgang siehe 2 Ob 148/15a. (T2a)
Veröff: SZ 2011/76
TE OGH 2011-08-30 2 Ob 144/11g
Vgl; Auch Beis wie T2; Beisatz: Verweigert der an seinem Körper Verletzte eine ihm zumutbare Heilbehandlung, durch die seine Beschwerden verbessert werden könnten, verstößt er gegen die Schadensminderungspflicht, sodass er die von ihm zu vertretende Schadenserhöhung allein zu tragen hat. (T3)
Beisatz: Hier: Ergotherapie. (T4)
TE OGH 2011-09-14 6 Ob 201/11v
TE OGH 2016-08-31 2 Ob 148/15a
Bem: Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 219/10k. (T5); Veröff: SZ 2016/85
TE OGH 2016-10-25 8 Ob 10/16b
Beisatz: Wird ein risikobehafteter Rechtsweg nicht beschritten, weil die Rechtslage nicht unproblematisch ist, dann liegt keine Verletzung der Schadensminderungspflicht vor. (T6)
TE OGH 2018-09-25 4 Ob 24/18k
Auch
TE OGH 2020-10-20 4 Ob 128/20g
TE OGH 2025-02-13 9 Ob 16/25f
TE OGH 2025-06-24 1 Ob 10/25i
Beisatz wie T1
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0109225