Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0103735

Entscheidungsdatum

26.08.2025

Geschäftszahl

1Ob8/96; 1Ob6/96; 1Ob117/97f; 1Ob303/97h; 1Ob140/98i; 1Ob306/98a; 4Ob279/99d; 1Ob29/02z; 1Ob70/03f; 1Ob18/06p; 1Ob131/08h; 1Ob121/09i; 1Ob208/10k; 1Ob208/12p; 1Ob186/13d; 1Ob201/16i; 1Ob134/20t; 1Ob123/20z; 1Ob172/23k; 1Ob37/24h; 1Ob167/24a; 9ObA38/25s

Norm

AHG §1 Ba

AHG §1 F

Rechtssatz

Ein hinreichend enger Zusammenhang mit der hoheitlichen Aufgabe eines Organs liegt selbst dann vor, wenn ein an sich ordnungsgemäß bestelltes Organ Handlungen setzt, zu deren Vollziehung es nicht berufen ist, also seine Kompetenzen überschreitet oder allenfalls sogar sein Amt missbraucht.

Entscheidungstexte

TE OGH 1996-01-30 1 Ob 8/96

TE OGH 1996-02-27 1 Ob 6/96

TE OGH 1997-08-27 1 Ob 117/97f

Auch

TE OGH 1997-10-14 1 Ob 303/97h

Auch

TE OGH 1998-05-19 1 Ob 140/98i

Vgl auch; Veröff: SZ 70/160

TE OGH 1999-01-19 1 Ob 306/98a

Vgl auch; Veröff: SZ 72/5

TE OGH 1999-11-09 4 Ob 279/99d

Ähnlich

TE OGH 2002-02-26 1 Ob 29/02z

Auch; Beisatz: Der Rechtsträger haftet für Verhaltensweisen eines Organs selbst bei Überschreitung dessen Befugniskreises, ja selbst bei strafgesetzwidrigen oder sonst deliktischen Organhandlungen. (T1)

TE OGH 2003-10-17 1 Ob 70/03f

Veröff: SZ 2003/125

TE OGH 2006-04-04 1 Ob 18/06p

nur T1

TE OGH 2009-02-26 1 Ob 131/08h

Beis wie T1 nur: Der Rechtsträger haftet für Verhaltensweisen eines Organs selbst bei Überschreitung dessen Befugniskreises. (T2)

TE OGH 2010-07-06 1 Ob 121/09i

Beis wie T2

TE OGH 2011-02-23 1 Ob 208/10k

Auch; Beis wie T1

TE OGH 2012-12-13 1 Ob 208/12p

Vgl; Beis wie T2; Veröff: SZ 2012/137

TE OGH 2013-11-21 1 Ob 186/13d

Auch; Veröff: SZ 2013/110

TE OGH 2017-02-27 1 Ob 201/16i

Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Behauptete „Druckausübung“ durch Landeshauptmann. Die Ausnutzung einer „Machtstellung“ etwa dazu, einen (anderen) Funktionsträger, seinerseits dazu zu bewegen, mit dem (nur) diesem eingeräumten Imperium vorzugehen und eine bestimmte hoheitlich zu vollziehende Maßnahme zu setzen, bewirkt noch nicht, dass diese „Druckausübung“ selbst hoheitliches Handeln wird. Vielmehr müsste sich diese Beeinflussung des Organs selbst als hoheitliches Handeln darstellen. (T3)

TE OGH 2020-07-22 1 Ob 134/20t

Vgl auch; Beis wie T1

TE OGH 2020-09-24 1 Ob 123/20z

Beis wie T1; Beisatz: Grundsätzlich unterbricht weder strafgesetzwidriges oder sonst deliktisches Handeln den für die Qualifikation als Hoheitsakt erforderlichen äußeren und inneren Zusammenhang, und zwar auch dann nicht, wenn die Tat vorsätzlich begangen wird. Die gesamte Tätigkeit ist dann einheitlich als hoheitlich zu beurteilen. (T4)

Beisatz: Hier: Vorsätzliche Tötung unter Präsenzdienern. Der Mord beruhte auf einem selbständigen Willensentschluss, der außerhalb eines jeden Sachzusammenhangs mit dem Wachauftrag stand, den der Täter als Organ zu erfüllen hatte, und wurde daher auch nicht in Vollziehung der Gesetze begangen. (T5)

TE OGH 2023-12-20 1 Ob 172/23k

Beisatz: Hier: Zum Verwahrer nach Paragraph 30, Absatz eins, TSchG. (T6)

TE OGH 2024-04-08 1 Ob 37/24h

Beisatz nur wie T1

TE OGH 2024-11-19 1 Ob 167/24a

Beisatz wie T1

TE OGH 2025-08-26 9 ObA 38/25s

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0103735