OGH
RS0086755
04.06.2024
10ObS24/95; 10ObS2/95; 10ObS190/95; 10ObS214/97m; 10ObS142/16d; 10ObS135/17a; 10ObS142/23i
ASVG §89 Abs1 Z1
ASVG §90a Abs1
Da es sich bei Paragraph 89, ASVG um eine Bestimmung handelt, die das Ruhen eines erworbenen Leistungsanspruches anordnet, verbietet sich eine ausdehnende Auslegung, so dass unter den Begriff Freiheitsstrafe im Sinne des Paragraph 89, Absatz eins, Ziffer eins, ASVG nur eine Strafhaft fällt, nicht jedoch eine Untersuchungshaft, auch wenn diese nachträglich auf die verhängte Freiheitsstrafe angerechnet wird.
TE OGH 1995-09-19 10 ObS 24/95
Veröff: SZ 68/170
TE OGH 1995-09-20 10 ObS 2/95
Beisatz: Hier: Paragraph 58, GSVG (T1)
TE OGH 1995-10-17 10 ObS 190/95
Beis wie T1
TE OGH 1997-10-15 10 ObS 214/97m
Veröff: SZ 70/207
TE OGH 2017-02-21 10 ObS 142/16d
Auch; Beisatz: Flucht aus der Strafhaft ist als Verbüßen einer Freiheitsstrafe iSd Paragraph 89, Absatz eins, Ziffer eins, ASVG anzusehen. (T2)
TE OGH 2017-11-14 10 ObS 135/17a
Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine ausdehnende Auslegung des Paragraph 90 a, Absatz eins, ASVG. (T3)
TE OGH 2024-06-04 10 ObS 142/23i
vgl; Beisatz: Da Ausnahmebestimmungen im Allgemeinen nicht ausdehnend auszulegen sind, vertritt der Oberste Gerichtshof in ständiger Rechtsprechung die Ansicht, dass sich bei Bestimmungen, die das Ruhen eines erworbenen Leistungsanspruchs anordnen, eine ausdehnende Auslegung im Allgemeinen verbietet. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0086755