OGH
RS0080946
31.08.1995
3Ob90/95 (3Ob91/95); 3Ob82/95; 3Ob2169/96h; 3Ob92/98w; 3Ob85/99t; 3Ob102/00x; 3Ob317/01s; 3Ob169/03d; 3Ob195/04d; 3Ob225/06v; 3Ob205/07d; 3Ob133/12y; 3Ob201/12y; 3Ob89/14f; 3Ob242/14f; 3Ob191/16h; 3Ob1/18w
EO §36 F; EO §355 römisch sieben a; EO §359
Substrat der Exekutionsbewilligung nach Paragraph 355, EO oder eines darauf folgenden Strafbeschlusses ist nur das vom betreibenden Gläubiger behauptete Verhalten. Nur dieses Verhalten kann dann aber Gegenstand eines vom Verpflichteten eingeleiteten Impugnationsverfahrens sein. Dem beklagten betreibenden Gläubiger ist es verwehrt, die Berechtigung der Exekutionsbewilligung oder des Strafantrages im Verfahren über die Impugnationsklage auf ein im Exekutionsverfahren nicht behauptetes Zuwiderhandeln zu stützen (ausdrückliche Ablehnung von 3 Ob 44-66, 1053/91).
TE OGH 1995-08-31 3 Ob 90/95
TE OGH 1996-04-24 3 Ob 82/95
Auch
TE OGH 1996-06-12 3 Ob 2169/96h
TE OGH 1998-11-11 3 Ob 92/98w
Vgl auch
TE OGH 1999-10-20 3 Ob 85/99t
Vgl auch; Beisatz: Die Richtigkeit der maßgeblichen Tatsachenbehauptungen im Strafantrag ist nur über Impugnationsklage (Paragraph 36, EO) des Verpflichteten zu überprüfen. (T1)
TE OGH 2000-12-20 3 Ob 102/00x
Beisatz: Dieselben Grundsätze haben zu gelten, wenn in derselben Ausgabe einer Zeitung oder Zeitschrift, jedoch nicht durch dieselben Teile, gegen verschiedene Exekutionstitel verstoßen wird. Ebenso wenn sich diese Exekutionstitel insofern überschneiden, dass das Zuwiderhandeln gegen den weniger weitreichenden Unterlassungstitel zugleich auch ein Zuwiderhandeln gegen den umfassenderen Unterlassungstitel bedeutet. (T2)
Beisatz: So auch 3 Ob 157/00k. (T3)
TE OGH 2002-02-27 3 Ob 317/01s
nur: Substrat der Exekutionsbewilligung nach Paragraph 355, EO oder eines darauf folgenden Strafbeschlusses ist nur das vom betreibenden Gläubiger behauptete Verhalten. Nur dieses Verhalten kann dann aber Gegenstand eines vom Verpflichteten eingeleiteten Impugnationsverfahrens sein. (T4)
Beisatz: Der vom Verpflichteten mit Impugnationsklage geltend zu machende Umstand, sich nicht titelwidrig verhalten zu haben, gründet sich auf den Tatbestand des Paragraph 36, Absatz eins, Ziffer eins, EO. (T5)
Veröff: SZ 2002/30
TE OGH 2003-10-22 3 Ob 169/03d
Vgl auch; nur T4; Beisatz: Schon im Hinblick auf den Umfang einer möglichen späteren Klage nach Paragraph 36, Absatz eins, Ziffer eins, EO sind bei einer Unterlassungsexekution im Exekutionsbewilligungsbeschluss alle vom Exekutionsgericht als Zuwiderhandeln gegen den Titel angesehene Verhaltensweisen anzuführen. (T6)
TE OGH 2005-01-26 3 Ob 195/04d
Vgl auch; Beis wie T6
TE OGH 2006-10-19 3 Ob 225/06v
Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Verneint das Gericht einen von zwei behaupteten Verstößen gegen den Exekutionstitel, so ist der Exekutionsantrag teilweise abzuweisen. (T7)
TE OGH 2007-12-19 3 Ob 205/07d
nur T4
TE OGH 2012-08-08 3 Ob 133/12y
TE OGH 2012-11-14 3 Ob 201/12y
Auch; nur T4; Beis wie T5
TE OGH 2014-07-23 3 Ob 89/14f
Vgl
TE OGH 2015-04-21 3 Ob 242/14f
Auch; nur T4; Beisatz: Im Impugnationsverfahren kann dieser Sachverhalt zwar ergänzt werden, es kann dem Klagebegehren aber nicht ein völlig anderer Sachverhalt entgegengehalten werden (3 Ob 90/95). Ob eine unschädliche, bloß Teilbereiche berührende Modifikation des im Exekutionsverfahren behaupteten Sachverhalts vorliegt oder ein gänzlich anderer, ist nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls zu beurteilen. (T8)
TE OGH 2017-01-26 3 Ob 191/16h
nur T4; Beis wie T8
TE OGH 2018-01-24 3 Ob 1/18w
Auch
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080946