Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0052784

Entscheidungsdatum

28.06.1995

Geschäftszahl

7Ob570/95; 2Ob2175/96h; 6Ob182/98b; 7Ob46/08b; 5Ob13/09m; 3Ob208/17k; 8Ob29/17y

Norm

ZPO §84 ff; AußStrG §9 A2d; AußStrG 2005 §47 Abs3; AußStrG 2005 §48

Rechtssatz

Im Außerstreitverfahren sind auch mit inhaltlichen Mängeln behaftete "leere" Rechtsmittel dem Verbesserungsverfahren zugänglich, wenn der Rechtsmittelwerber nicht bewusst missbräuchlich ein inhaltsleeres Rechtsmittel eingebracht hat, um durch die Verbesserungsfrist eine unzulässige Verlängerung der Rechtsmittelfrist zu erreichen.

Entscheidungstexte

TE OGH 1995-06-28 7 Ob 570/95

TE OGH 1996-07-04 2 Ob 2175/96h

TE OGH 1998-07-16 6 Ob 182/98b

Auch

TE OGH 2008-03-12 7 Ob 46/08b

Beisatz: Hier: § 48 AußStrG 2005. (T1)

TE OGH 2009-03-03 5 Ob 13/09m

Auch; Beisatz: Bringt ein rechtskundig vertretener Rechtsmittelwerber ausdrücklich vor, auf eine den Erfordernissen des § 65 Abs 3 AußStrG entsprechende Begründung der Anfechtung „mangels Entscheidungsrelevanz" zu verzichten, kann diese Erklärung letztlich nur so verstanden werden, dass er die Entscheidung in Wahrheit gar nicht bekämpfen wollte. Unter solchen Umständen kommt ein Verbesserungsverfahren nicht in Betracht. Das Rechtsmittel ist mangels gesetzmäßiger Ausführung zurückzuweisen. (T2)

TE OGH 2018-01-24 3 Ob 208/17k

Auch

TE OGH 2017-12-20 8 Ob 29/17y

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0052784