OGH
RS0088955
28.01.2026
12Os29/95; 15Os159/98; 13Os102/06h; 14Os97/07g; 12Os134/10p; 15Os9/11d; 11Os168/11g; 15Os166/12v; 14Os86/14z; 12Os15/16x; 8Ob144/17k; 12Os114/18h; 15Os94/19s; 15Os109/19x; 12Os30/20h; 15Os47/20f; 14Os138/20f; 12Os118/25g; 6Ob179/25d
StGB §6 A3
StGB §7 Abs2
Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung ist das Zurechnungserfordernis des Adäquanzzusammenhanges (= objektive Vorhersehbarkeit) dann zu bejahen, wenn der konkrete Kausalverlauf (samt dem eingetretenen Erfolg) nicht völlig außerhalb der allgemeinen Lebenserfahrung liegt, wobei der Ablauf des Geschehens nicht in allen Einzelheiten vorhersehbar zu sein braucht. Die (generelle) objektive Vorhersehbarkeit entfällt daher lediglich bei Fallkonstellationen mit einem gänzlich außerhalb des Rahmens der gewöhnlichen Erfahrung liegenden - atypischen - Kausalverlauf, der sich geradezu als eine schicksalshafte Verkettung unglücklicher Umstände darstellt.
TE OGH 1995-05-04 12 Os 29/95
TE OGH 1998-10-15 15 Os 159/98
TE OGH 2006-11-08 13 Os 102/06h
auch; nur: Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung ist das Zurechnungserfordernis des Adäquanzzusammenhanges (= objektive Vorhersehbarkeit) dann zu bejahen, wenn der konkrete Kausalverlauf (samt dem eingetretenen Erfolg) nicht völlig außerhalb der allgemeinen Lebenserfahrung liegt, wobei der Ablauf des Geschehens nicht in allen Einzelheiten vorhersehbar zu sein braucht. (T1)
Beisatz: Für die subjektive Zurechenbarkeit des Erfolgs (Paragraph 7, Absatz 2, StGB) reicht es aus, wenn der Täter allgemein voraussehen kann, dass dieser in einer Weise zustande kommt, die den Anforderungen des Adäquanz- und Risikozusammenhangs genügt, wogegen die Vorhersehbarkeit des konkreten Kausalverlaufs innerhalb dieses Rahmens nicht erforderlich ist. (T2)
TE OGH 2007-10-02 14 Os 97/07g
Auch; Beis wie T2
TE OGH 2010-11-11 12 Os 134/10p
Vgl
TE OGH 2011-06-29 15 Os 9/11d
Vgl; Beisatz: Hier: Belastungsabhängige Anpassungsstörung der Unmündigen aufgrund eines schweren sexuellen Missbrauchs nach Paragraph 206, Absatz eins und 3 StGB. (T3)
TE OGH 2012-02-16 11 Os 168/11g
Vgl; Beisatz: Hier: Schwere und dauerhafte Hirnschädigung als Folge eines Halsklammer-Würgegriffs („Schwitzkasten“). (T4)
TE OGH 2013-03-20 15 Os 166/12v
Auch
TE OGH 2014-09-11 14 Os 86/14z
Auch
TE OGH 2016-07-14 12 Os 15/16x
Auch
TE OGH 2018-01-26 8 Ob 144/17k
Auch
TE OGH 2018-11-06 12 Os 114/18h
Vgl
TE OGH 2019-08-22 15 Os 94/19s
nur T1; Beis wie T3
TE OGH 2019-12-04 15 Os 109/19x
Vgl; Beis wie T2
TE OGH 2020-05-04 12 Os 30/20h
Vgl; Beis wie T2
TE OGH 2020-06-05 15 Os 47/20f
nur T1
TE OGH 2021-03-23 14 Os 138/20f
Vgl
TE OGH 2025-11-12 12 Os 118/25g
vgl
TE OGH 2026-01-28 6 Ob 179/25d
nur: Das Zurechnungserfordernis des Adäquanzzusammenhangs liegt vor, wenn der konkrete Kausalverlauf samt dem eingetretenen Erfolg nicht völlig außerhalb der allgemeinen Lebenserfahrung liegt. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0088955