Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0095270

Entscheidungsdatum

28.04.2026

Geschäftszahl

12Os144/94; 13Os78/03; 14Os52/05h; 13Os97/07z; 13Os182/08a; 15Os166/12v; 13Os97/13h; 15Os28/21p; 15Os97/23p; 15Os37/25t; 12Os29/26w

Norm

StGB §212 Abs1 Z1

Rechtssatz

Beim sexuellen Missbrauch (oder bei der Verleitung) durch einen Elternteil, Wahlelternteil oder Stiefelternteil oder durch den Vormund ist die Ausnützung des Autoritätsverhältnisses kein Tatbestandserfordernis; diesfalls wird - anders als beim übrigen für die Täterschaft nach Paragraph 212, StGB in Betracht kommenden Personenkreis - der Missbrauch des Autoritätsverhältnisses als typisch vorausgesetzt.

Entscheidungstexte

TE OGH 1994-11-17 12 Os 144/94

TE OGH 2003-09-03 13 Os 78/03

Vgl auch; nur: Beim sexuellen Missbrauch (oder bei der Verleitung) durch einen Elternteil, Wahlelternteil oder Stiefelternteil oder durch den Vormund ist die Ausnützung des Autoritätsverhältnisses kein Tatbestandserfordernis. (T1)

TE OGH 2005-08-09 14 Os 52/05h

Auch

TE OGH 2008-01-16 13 Os 97/07z

Auch; Beisatz: In Betreff der Subjektqualität kommt es nach Paragraph 212, Absatz eins, Ziffer eins, StGB nur auf die Eigenschaft als – hier: – Stiefvater der zur Tatzeit minderjährigen Opfer an. Eines bestimmten Rollenverständnisses bedarf es zur Tatbestandserfüllung nicht. (T2)

TE OGH 2009-04-16 13 Os 182/08a

Vgl

TE OGH 2013-03-20 15 Os 166/12v

TE OGH 2013-11-19 13 Os 97/13h

Auch

TE OGH 2021-07-02 15 Os 28/21p

Vgl

TE OGH 2023-08-30 15 Os 97/23p

vgl; Beisatz: Über das Vorliegen des besonderen Verhältnisses hinausgehender Feststellungen bedarf es daher nicht. (T3)

TE OGH 2025-06-04 15 Os 37/25t

vgl

TE OGH 2026-04-28 12 Os 29/26w

vgl

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0095270