Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0037660

Entscheidungsdatum

12.07.1994

Geschäftszahl

4Ob87/94; 4Ob106/94; 10Ob63/01i; 7Ob199/01t; 6Ob6/03f; 4Ob247/03g; 7Ob4/05x; 4Ob103/06k; 3Ob127/06g; 4Ob227/06w; 4Ob148/07d; 4Ob177/07v; 9Ob78/07x; 9ObA104/07w; 4Ob99/08z; 4Ob171/08p; 17Ob40/08v; 4Ob34/09t; 4Ob50/10x; 1Ob2/11t; 1Ob147/11s; 9ObA56/11t; 1Ob181/12t; 2Ob173/12y; 7Ob109/13z; 3Ob93/14v; 1Ob150/14m; 9Ob40/15w; 5Ob130/15a; 7Ob81/16m; 10Ob13/17k; 8Ob101/16k; 1Ob211/17m; 3Ob195/17y; 1Ob124/18v; 5Ob18/19m

Norm

ABGB §5; ZPO §226 IIB12; ZPO §503 E3; KSchG §28a; MSchG §51; UWG §14 A1; UWG §44

Rechtssatz

Der Unterlassungsanspruch wird durch zwei Elemente konkretisiert: Eine Unterlassungspflicht und die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. Fehlt eines dieser Elemente, dann besteht kein Unterlassungsanspruch.

Entscheidungstexte

TE OGH 1994-07-12 4 Ob 87/94

TE OGH 1994-10-04 4 Ob 106/94

Veröff: SZ 67/161

 

TE OGH 2001-05-08 10 Ob 63/01i

Vgl auch; Beisatz: Die Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen setzt zum einen entweder rechtsgeschäftliche Unterlassungspflichten oder rechtswidrige Eingriffe in geschützte Rechtsgüter voraus, zum anderen aber auch Wiederholungsgefahr. Ein vorbeugender Unterlassungsanspruch wird bejaht, wenn ein Eingriff in eine fremde Rechtssphäre unmittelbar und konkret droht. (T1)

 

TE OGH 2001-12-19 7 Ob 199/01t

TE OGH 2003-02-20 6 Ob 6/03f

Auch

 

TE OGH 2004-01-20 4 Ob 247/03g

Auch; Beisatz: Kann es zum Beispiel aus rechtlichen Gründen, etwa wegen Wegfalls der Verbotsnorm, zu keinem Verstoß mehr kommen, besteht kein Unterlassungsanspruch. Auf Änderungen der Rechtslage in Bezug auf Verbotsnormen ist in jeder Lage des Verfahrens Rücksicht zu nehmen. (T2)

 

TE OGH 2005-02-16 7 Ob 4/05x

Vgl auch; Beis wie T1 nur: Ein vorbeugender Unterlassungsanspruch wird bejaht, wenn ein Eingriff in eine fremde Rechtssphäre unmittelbar und konkret droht. (T3)

 

TE OGH 2006-07-12 4 Ob 103/06k

Beisatz: Für einen Unterlassungsanspruch materiell erforderlich sind Wiederholungsgefahr und Erstbegehungsgefahr. (T4)

Veröff: SZ 2006/105

 

TE OGH 2006-09-13 3 Ob 127/06g

Auch; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch setzt eine materielle Unterlassungspflicht und eine Begehungsgefahr voraus. (T5)

 

TE OGH 2007-03-20 4 Ob 227/06w

Auch; Veröff: SZ 2007/38

 

TE OGH 2007-11-13 4 Ob 148/07d

TE OGH 2008-01-22 4 Ob 177/07v

Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: UWG-Novelle 2007. (T6)

Veröff: SZ 2008/7

 

TE OGH 2008-02-08 9 Ob 78/07x

TE OGH 2008-02-07 9 ObA 104/07w

nur: Der Unterlassungsanspruch wird durch zwei Elemente konkretisiert: Eine Unterlassungspflicht und die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. (T7)

 

TE OGH 2008-07-08 4 Ob 99/08z

Auch

 

TE OGH 2008-11-18 4 Ob 171/08p

Auch; Beis wie T5

 

TE OGH 2009-03-24 17 Ob 40/08v

TE OGH 2009-05-12 4 Ob 34/09t

Auch; nur T7

Veröff: SZ 2009/63

 

TE OGH 2010-05-11 4 Ob 50/10x

Auch; nur T7

 

TE OGH 2011-01-25 1 Ob 2/11t

Vgl auch

 

TE OGH 2011-09-01 1 Ob 147/11s

Auch

 

TE OGH 2012-04-30 9 ObA 56/11t

Vgl auch

 

TE OGH 2012-10-11 1 Ob 181/12t

Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T3

 

TE OGH 2013-05-29 2 Ob 173/12y

Auch; nur T7; Beis wie T1 nur: Die Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen setzt zum einen entweder rechtsgeschäftliche Unterlassungspflichten oder rechtswidrige Eingriffe in geschützte Rechtsgüter voraus. (T8)

 

 

TE OGH 2013-10-02 7 Ob 109/13z

TE OGH 2014-07-23 3 Ob 93/14v

Beisatz: Hier: Lärmimmissionen durch Hundegebell. (T9)

 

TE OGH 2014-09-18 1 Ob 150/14m

Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T10)

 

TE OGH 2015-07-29 9 Ob 40/15w

TE OGH 2015-08-25 5 Ob 130/15a

Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T8

 

TE OGH 2016-07-06 7 Ob 81/16m

TE OGH 2017-03-21 10 Ob 13/17k

Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Die Möglichkeit einer vorbeugenden Unterlassungsklage besteht auch in einem Verbandsprozess gemäß § 28a KSchG. (T11)

Beisatz: Hier: Ankündigung einer Bank, bei Kreditverträgen keine „Negativzinsen“ an Kreditnehmer zu zahlen. (T12); Veröff: SZ 2017/36

 

TE OGH 2017-05-30 8 Ob 101/16k

Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T11; Beisatz: Es kommt nicht darauf an, ob sich der beklagte Unternehmer bis zum Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz bereits rechtswidrig verhalten hatte. Es genügt das Vorliegen einer Erstbegehungsgefahr, die vom Kläger zu behaupten und zu beweisen ist. (T13)

 

TE OGH 2017-11-29 1 Ob 211/17m

nur T7

 

TE OGH 2018-03-21 3 Ob 195/17y

nur T7

 

TE OGH 2019-04-03 1 Ob 124/18v

Auch; Beis wie T2

 

TE OGH 2019-05-21 5 Ob 18/19m

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037660