Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0010057

Entscheidungsdatum

16.06.1993

Geschäftszahl

3Ob12/93; 3Ob8/94; 3Ob13/95; 3Ob42/95; 3Ob168/94; 3Ob2147/96y; 3Ob2085/96f; 3Ob110/97s; 3Ob2231/96a; 3Ob1/98p; 3Ob92/98w; 3Ob281/98i; 3Ob156/00p; 3Ob191/04s (3Ob192/04p); 3Ob111/05b; 3Ob151/06m; 3Ob107/07t; 3Ob18/10h; 6Ob251/09v; 3Ob45/10d; 3Ob48/11x; 3Ob240/11g; 3Ob7/12v; 3Ob35/12m; 3Ob68/13s; 3Ob150/14a; 3Ob3/17p; 3Ob111/19y

Norm

EO §354; EO §355 römisch acht a

Rechtssatz

Die Funktion der im Zuge einer Unterlassungsexekution zu verhängenden Strafen, liegt darin, einerseits der gesetzlichen Strafdrohung Gewicht zu verschaffen und damit schon für den vor der Verhängung der Strafen liegenden Zeitraum das Zuwiderhandeln gegen das Unterlassungs- oder Duldungsgebot zu verhindern und andererseits gegebenenfalls dasselbe für den nach der Verhängung liegenden Zeitraum zu bewirken.

Entscheidungstexte

TE OGH 1993-06-16 3 Ob 12/93

Veröff: SZ 66/74 = ÖBl 1993,116

TE OGH 1993-11-24 3 Ob 8/94

Auch

TE OGH 1995-01-25 3 Ob 13/95

Vgl auch; Veröff: SZ 68/11

TE OGH 1995-04-26 3 Ob 42/95

Beisatz: Hingegen haben gemäß Paragraph 354, EO zu vollziehende Geldstrafen und Haftstrafen keinen repressiven, sondern nur einen auf die künftige Willensbeugung des Verpflichteten abzielenden Zweck. (T1) Veröff: SZ 68/83

TE OGH 1995-06-28 3 Ob 168/94

Beisatz: Hier: Auch wenn nur einmaliger Verstoß möglich ist. (T2)

TE OGH 1996-06-12 3 Ob 2147/96y

TE OGH 1996-03-27 3 Ob 2085/96f

Auch; Beis wie T1

TE OGH 1997-04-23 3 Ob 110/97s

TE OGH 1997-06-18 3 Ob 2231/96a

TE OGH 1998-03-11 3 Ob 1/98p

Auch

TE OGH 1998-11-11 3 Ob 92/98w

Auch

TE OGH 1999-02-24 3 Ob 281/98i

TE OGH 2000-06-20 3 Ob 156/00p

Vgl auch; Beisatz: Bloß symbolische Geldstrafen scheiden aus, weil solche Strafen nicht nur Beugemittel sind, sondern auch repressiven Charakter zur Vermeidung künftiger Titelverstöße haben. (T3)

TE OGH 2004-08-26 3 Ob 191/04s

Vgl auch; Beisatz: Im Zuge einer Unterlassungsexekution zu verhängende Strafen haben willensbeugenden und repressiven Charakter. Durch die verhängte Strafe soll der Verpflichtete für begangenes Unrecht wirksam zur Rechenschaft gezogen und von weiteren Verletzungen des Exekutionstitels abgehalten werden. (T4); Veröff: SZ 2004/131

TE OGH 2005-06-30 3 Ob 111/05b

Beis wie T4; Beis wie T1

TE OGH 2006-09-13 3 Ob 151/06m

Auch

TE OGH 2007-05-23 3 Ob 107/07t

Auch; Beis ähnlich wie T4

TE OGH 2010-02-24 3 Ob 18/10h

Auch; Beis wie T3; Beis wie T4

TE OGH 2010-01-14 6 Ob 251/09v

Auch; Bem: Hier: Zwangsstrafenverfahren nach dem FBG. (T5)

TE OGH 2010-03-24 3 Ob 45/10d

Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4

TE OGH 2011-05-11 3 Ob 48/11x

Auch; Beis wie T1; Beis wie T4 nur: Im Zuge einer Unterlassungsexekution zu verhängende Strafen haben willensbeugenden und repressiven Charakter. (T6); Veröff: SZ 2011/62

TE OGH 2012-01-18 3 Ob 240/11g

Vgl auch; Auch Beis wie T6

TE OGH 2012-03-14 3 Ob 7/12v

Vgl; Beis wie T3

TE OGH 2012-04-18 3 Ob 35/12m

Vgl; Auch Beis wie T1; Beisatz: Hier: Paragraph 354, EO: Solange nicht feststeht, dass es dem Schuldner ohne sein Verschulden nicht gelingt, die Mitwirkung des Dritten zu erlangen, ist eine Strafe als Beugemittel zu verhängen. (T7)

TE OGH 2013-05-15 3 Ob 68/13s

Auch; Beis wie T3; Beis wie T4

TE OGH 2014-10-22 3 Ob 150/14a

Auch; Beis wie T3; Beis wie T4

TE OGH 2017-01-26 3 Ob 3/17p

Auch; Beis wie T3; Beis wie T4

TE OGH 2019-11-04 3 Ob 111/19y

Beis wie T1

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0010057