OGH
RS0034398
12.08.2026
1Ob532/93; 1Ob4/94; 4Ob184/97f; 10Ob63/00p; 8Ob78/00d; 1Ob55/02y; 4Ob234/06z; 1Ob221/13a; 7Ob23/15f; 7Ob4/15m; Bsw46878/06; 10Ob20/16p; 6Ob75/18z; 6Ob160/21d; 8Ob1/24s; 6Ob73/24i; 1Ob139/24h; 2Ob152/24b; 6Ob144/25g
ABGB §1489 römisch drei
MRK Art6 Abs2 römisch drei
MRK Art6 Abs1 Fall2 II1b
Die Unschuldsvermutung ist im Verfahren vor den Zivilgerichten nicht beachtlich, sodass die dreißigjährige Verjährungsfrist des Paragraph 1489, ABGB keine strafgerichtliche Verurteilung voraussetzt. Will sich der Geschädigte jedoch zur Dartuung der langen Verjährungsfrist auf Betrug stützen, so hat er nicht nur zumindest bedingten Täuschungsvorsatz; Schädigungsvorsatz und Bereichungsvorsatz, sondern da das Grundtatbild des Paragraph 146, StGB der Qualifikation in der Strafdrohung nicht entspricht, überdies zusätzliche Merkmale eine der qualifizierten Betrugsfälle zu behaupten und zu beweisen.
TE OGH 1993-05-02 1 Ob 532/93
TE OGH 1994-06-22 1 Ob 4/94
Auch; nur: Die Unschuldsvermutung ist im Verfahren vor den Zivilgerichten nicht beachtlich, sodass die dreißigjährige Verjährungsfrist des Paragraph 1489, ABGB keine strafgerichtliche Verurteilung voraussetzt. (T1)
TE OGH 1997-09-23 4 Ob 184/97f
nur: Die Unschuldsvermutung ist im Verfahren vor den Zivilgerichten nicht beachtlich. (T2)
Veröff: SZ 70/183
TE OGH 2000-04-04 10 Ob 63/00p
TE OGH 2000-04-13 8 Ob 78/00d
Auch
TE OGH 2002-04-30 1 Ob 55/02y
Auch; Beisatz: Es ist Aufgabe des Geschädigten, die Voraussetzungen der langen Verjährungszeit zu behaupten und zu beweisen. (T3)
TE OGH 2006-12-19 4 Ob 234/06z
Auch; nur T1
TE OGH 2013-12-19 1 Ob 221/13a
Vgl auch
TE OGH 2015-03-12 7 Ob 23/15f
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Behauptet der Geschädigte schwere Nötigung nach Paragraphen 105, Absatz eins, 106, StGB, hat er nicht nur das Grundtatbild sondern auch die zusätzlichen Merkmale der Qualifikation zu behaupten und zu beweisen. (T4)
TE OGH 2015-02-18 7 Ob 4/15m
Auch
TE AUSL EGMR 2013-06-04 Bsw 46878/06
Vgl aber; nur T2; Beisatz: Die Verwendung eines Einstellungsbeschlusses der Staatsanwaltschaft, wonach die vom Beschuldigten begangenen Taten wegen Verjährung nicht mehr verfolgt werden könnten, durch ein Zivilgericht, um die arbeitsrechtliche Klage des ehemals Beschuldigten gegen seine Entlassung abzuweisen, rechtfertigt die Ausweitung des Anwendungsbereichs von Artikel 6, Absatz 2, MRK auf den Zivilprozess. (Bem: Teodor gg. Rumänien) (T5)
Veröff: NL 2013,172
TE OGH 2016-04-13 10 Ob 20/16p
Auch; Beis wie T3
TE OGH 2018-08-31 6 Ob 75/18z
Auch; Beis wie T3
TE OGH 2022-06-27 6 Ob 160/21d
Vgl
TE OGH 2024-04-25 8 Ob 1/24s
vgl; Beisatz nur wie T3
TE OGH 2024-05-15 6 Ob 73/24i
Beisatz: Die Tatbestandsvoraussetzungen sind im strafrechtlichen Sinn zu verstehen; auch die subjektive Tatseite muss verwirklicht sein. (T6)
TE OGH 2024-10-09 1 Ob 139/24h
Beisatz wie T3; Beisatz wie T6
Beisatz: Hier: (Unrichtige) Behauptung, der Beklagte habe zu Unrecht einen Insolvenzantrag hinsichtlich des Klägers gestellt. (T7)
TE OGH 2024-10-15 2 Ob 152/24b
vgl; nur: Eine strafgerichtliche Verurteilung ist nicht erforderlich. (T8); Beisatz wie T3
TE OGH 2026-08-12 6 Ob 144/25g
vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T6
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0034398