Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0008667

Entscheidungsdatum

12.05.1993

Geschäftszahl

3Ob46/93; 3Ob5/94; 2Ob569/94; 3Ob528/95; 1Ob590/95; 1Ob1645/95; 4Ob2234/96z; 6Ob99/97w; 10Ob31/97z; 3Ob250/97d; 1Ob115/98p; 8Ob142/98k; 2Ob258/98z; 2Ob122/99a; 10Ob83/00d; 6Ob97/00h; 6Ob233/00h; 3Ob4/03i; 5Ob48/04a; 5Ob134/05z; 6Ob52/06z; 6Ob184/06m; 4Ob155/06g; 2Ob187/05x; 6Ob35/09d; 7Ob163/09k; 1Ob160/09z; 9Ob72/15a; 9Ob61/15h; 4Ob4/17t; 8Ob75/17p; 9Ob41/18x; 8Ob16/19i

Norm

EO §292b Z1

Rechtssatz

Dem Verpflichteten hat ein Betrag zu verbleiben, der zur Erhaltung seiner Körperkräfte und seiner geistigen Persönlichkeit notwendig ist.

Entscheidungstexte

TE OGH 1993-05-12 3 Ob 46/93

Veröff: ÖA 1994,29 = RZ 1994/57 S 170

TE OGH 1994-03-23 3 Ob 5/94

Beisatz: Ein Grundsatz, dass die angemessene Herabsetzung des Freibetrages ihre Grenze findet, wenn nicht einmal der laufende Unterhalt zur Gänze hereingebracht werden könnte, ist dem Gesetz nicht zu entnehmen. (T1)

Veröff: SZ 67/47

TE OGH 1994-10-13 2 Ob 569/94

TE OGH 1995-04-26 3 Ob 528/95

TE OGH 1995-07-27 1 Ob 590/95

Beis wie T1

TE OGH 1995-12-19 1 Ob 1645/95

TE OGH 1996-09-17 4 Ob 2234/96z

TE OGH 1997-04-24 6 Ob 99/97w

TE OGH 1997-02-11 10 Ob 31/97z

TE OGH 1997-10-29 3 Ob 250/97d

TE OGH 1998-09-29 1 Ob 115/98p

Beis wie T1

TE OGH 1998-10-15 8 Ob 142/98k

TE OGH 1998-10-29 2 Ob 258/98z

TE OGH 1999-06-24 2 Ob 122/99a

TE OGH 2000-04-18 10 Ob 83/00d

Beisatz: Eine genaue Berechnung dieses Betrages ist nicht möglich, es ist im Einzelfall eine nach den gegebenen Umständen für den Unterhaltsschuldner und den Unterhaltsberechtigten noch am ehesten tragbare Regelung zu treffen. Diese Grundsätze eröffnen den Gerichten somit einen Ermessensspielraum. (T2)

TE OGH 2000-05-17 6 Ob 97/00h

Beisatz: Unterhaltsforderungen genießen Priorität. Ein pflichtbewusster Unterhaltsschuldner wird seine Kinder im Normalfall an seinen - wenn auch kärglichen - Einkommensverhältnissen teilhaben lassen. (T3)

TE OGH 2001-05-16 6 Ob 233/00h

Beis wie T3

TE OGH 2003-03-26 3 Ob 4/03i

TE OGH 2004-05-11 5 Ob 48/04a

TE OGH 2005-10-18 5 Ob 134/05z

Beis wie T2

TE OGH 2006-04-06 6 Ob 52/06z

Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Frage, ob sich die Anwendung der Differenzmethode auf jene Fälle reduziert, in denen der Unterhaltspflichtige entweder bereits bei Eröffnung des Konkursverfahrens (in der Form eines Schuldenregulierungsverfahrens) unselbstständig erwerbstätig war (8 Ob 50/04t = EFSlg 107.212) oder zwar zu diesem Zeitpunkt ein Unternehmen betrieb, dieses in weiterer Folge dann aber gemäß § 114 KO geschlossen wurde und ob in den letztgenannten Fällen der Differenzrechnung ein aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit (nunmehr) tatsächlich erzieltes (3 Ob 1/05a) oder ein - nach Anspannungsgrundsätzen - erzielbares Einkommen zu Grunde zu legen ist (6 Ob 284/02m = EFSlg 103.521; 6 Ob 51/04z), wird - nach ausführlicher Ableitung - ausdrücklich offen gelassen. (T4)

TE OGH 2006-08-31 6 Ob 184/06m

TE OGH 2006-09-28 4 Ob 155/06g

Beis wie T2

TE OGH 2007-03-08 2 Ob 187/05x

TE OGH 2009-03-26 6 Ob 35/09d

Beis wie T2

TE OGH 2010-01-27 7 Ob 163/09k

Beis wie T2

TE OGH 2010-05-05 1 Ob 160/09z

Verstärkter Senat; Vgl auch; Beisatz: In allen Insolvenzfällen richtet sich die Belastbarkeit des Unterhaltspflichtigen nach dem Unterhaltsexistenzminimum gemäß § 291b EO, das ausnahmsweise in den Grenzen des § 292b EO unterschritten werden kann. (T5)

Bem: Siehe RS0125931. (T6)

Veröff: SZ 2010/48

TE OGH 2015-12-21 9 Ob 72/15a

Beis ähnlich wie T2

TE OGH 2016-01-27 9 Ob 61/15h

TE OGH 2017-05-30 4 Ob 4/17t

Beis wie T2

TE OGH 2017-09-28 8 Ob 75/17p

Auch

TE OGH 2018-06-28 9 Ob 41/18x

TE OGH 2019-08-29 8 Ob 16/19i

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0008667