Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0035140

Entscheidungsdatum

24.03.2026

Geschäftszahl

8Ob527/92; 7Ob560/93; 4Ob51/97x; 5Ob2105/96m; 4Ob237/02k; 9ObA255/02v; 8ObA98/02y; 8ObA2/03g; 8ObA67/05v; 9ObA193/05f; 8ObA22/11k; 8ObA34/11z; 8ObA19/11v; 9ObA50/11k; 1Ob34/15d; 9ObA95/15h; 8ObA2/17b; 9ObA83/17x; 7Ob156/15i; 2Ob142/19z; 2Ob220/21y; 10Ob41/25i; 8ObA17/25w; 8Ob162/25v

Norm

EGZPO ArtXLII römisch eins i

HVG §14

HVG §15

Rechtssatz

Auch dem selbständigen Handelsvertreter steht - gleich dem sogenannten "freien Handelsvertreter" und dem provisionsberechtigten Angestellten - der klagbare Anspruch auf Vorlage einer Abrechnung durch Mitteilung eines Buchauszuges mit nachfolgender Konkretisierung des Leistungsbegehrens in Form einer Stufenklage nach Art XLII EGZPO zu (Ablehnung der bisherigen Judikatur; SZ 26/25 ua; zuletzt ausdrücklich SZ 61/165).

Entscheidungstexte

TE OGH 1992-12-17 8 Ob 527/92

Verstärkter Senat; Veröff: SZ 65/165 = EvBl 1993/52 S 236 = ÖZW 1994,78

TE OGH 1993-10-27 7 Ob 560/93

TE OGH 1997-04-08 4 Ob 51/97x

Ähnlich

TE OGH 1997-09-11 5 Ob 2105/96m

Ähnlich; Veröff: SZ 70/178

TE OGH 2002-11-05 4 Ob 237/02k

Vgl auch; Beisatz: Die Stufenklage steht grundsätzlich jedem zu, der gegen einen ihm materiell-rechtlich zur Auskunftserteilung Verpflichteten ein bestimmtes Leistungsklagebegehren nur mit erheblichen Schwierigkeiten, die durch eine solche Abrechnung beseitigt werden können, erheben kann, wenn dem Verpflichteten diese Auskunft nach redlicher Verkehrsübung zumutbar ist. (T1)

TE OGH 2002-12-18 9 ObA 255/02v

Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Arbeitnehmer, der aus Vertretungstätigkeiten für einen anderen Arbeitnehmer besondere, zeitlich determinierte Entgeltansprüche (hier: eine Verwendungszulage im Sinne des Paragraph 50, DO.A) ableitet, kann diese ohne erhebliche Schwierigkeiten mit einer direkten Leistungsklage geltend machen. (T2)

TE OGH 2003-02-13 8 ObA 98/02y

Vgl auch; Beis wie T1

TE OGH 2003-06-12 8 ObA 2/03g

Auch; Beisatz: Hier: Gerechtfertigte Erhebung der Stufenklage, weil die von der Beklagten vorgelegten Unterlagen zur Berechnung des Provisionsanspruches unvollständig und nicht den notwendigen Inhalt hatten (mangelhafter Buchauszug). (T3)

TE OGH 2005-10-06 8 ObA 67/05v

Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Rechnungslegung durch den Arbeitgeber hinsichtlich der übertragenen Deckungserfordernisse für den Pensionskassenübertritt. (T4)

TE OGH 2006-11-15 9 ObA 193/05f

Vgl auch; Beis wie T1

TE OGH 2011-04-26 8 ObA 22/11k

Auch; Veröff: SZ 2011/53

TE OGH 2011-05-25 8 ObA 34/11z

Auch

TE OGH 2011-06-29 8 ObA 19/11v

Vgl auch

TE OGH 2011-11-25 9 ObA 50/11k

Auch; Beisatz: Die Rechnungslegung muss detailliert sein und kann sich nicht nur in der bloßen Angabe von Endziffern oder in der Überlassung von Belegen erschöpfen. (T5)

TE OGH 2015-03-19 1 Ob 34/15d

Auch

TE OGH 2016-06-24 9 ObA 95/15h

Auch

TE OGH 2017-09-28 8 ObA 2/17b

Vgl auch; Beis wie T1

TE OGH 2017-09-27 9 ObA 83/17x

TE OGH 2016-01-27 7 Ob 156/15i

Auch

TE OGH 2020-06-29 2 Ob 142/19z

Vgl; Beis wie T5

TE OGH 2022-06-27 2 Ob 220/21y

Vgl; Beis nur wie T5; Beisatz: Hier: Zu Paragraph 786, ABGB (T6)

TE OGH 2025-07-10 10 Ob 41/25i

nur T5

TE OGH 2025-08-12 8 ObA 17/25w

vgl

TE OGH 2026-03-24 8 Ob 162/25v

Beisatz: Hier: Handelsvertretervertrag, der für den Provisionsanspruch vorsah, dass die Klägerin Kunden für die Beklagte akquiriert, diese Kundenbeziehungen aufrecht bleiben und Provision nur für die Vermittlung von Geschäften mit von der Beklagten selbst hergestellten Lebensmittelprodukten zustehen. (T7)

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0035140