OGH
RS0006955
30.07.2026
3Ob569/92; 1Ob525/93; 6Ob1697/93; 7Ob616/94; 7Ob646/94; 6Ob619/95; 9Ob518/95 (9Ob1574/95); 9ObA23/96; 3Ob2194/96k (3Ob2195/96g); 2Ob285/97v; 1Ob41/99g; 2Ob194/00v; 10ObS24/02f; 5Ob288/01s; 7Ob207/02w; 6Ob201/02f; 5Ob154/02m; 1Ob153/02k; 9ObA116/03d; 8Ob85/04i; 10Ob34/04d; 7Ob313/04m; 7Ob190/04y; 5Ob285/05f; 7Ob222/06g; 3Ob152/07k; 2Ob141/07k; 4Ob191/07b; 6Ob277/07i; 2Ob102/08a; 2Ob282/08x; 6Ob279/08k; 5Ob197/09w; 3Ob245/09i; 7Ob130/10h; 1Ob199/11p; 1Ob9/13z; 6Ob60/14p; 6Ob43/15i; 1Ob201/15p; 5Ob252/18x; 10Ob33/22h; 5Ob101/26b
AußStrG §11 Abs1 A
GeO §102
GOG §89 Abs3
ZPO §74
Hat der Rekurswerber den Rekurs am letzten Tag der ihm gemäß Paragraph 11, AußStrG offenstehenden Frist im Wege der Telekopie (Telefax) an das Erstgericht nach dem Ende der Amtsstunden übermittelt und am übernächsten Tag eine gleichlautende, unterschriebene Ablichtung zur Post gegeben, ist das Rechtsmittel wirksam und rechtzeitig.
TE OGH 1992-12-16 3 Ob 569/92
Veröff: SZ 65/162 = EvBl 1993/105 S 430 = JBl 1993,732 (Edwin Gitschthaler)
TE OGH 1993-07-02 1 Ob 525/93
Vgl auch; Veröff: EvBl 1994/86 S 426
TE OGH 1993-12-22 6 Ob 1697/93
Auch; Beisatz: Hier: Vergleichswiderruf (T1)
TE OGH 1994-10-12 7 Ob 616/94
TE OGH 1994-12-14 7 Ob 646/94
Vgl
TE OGH 1995-11-09 6 Ob 619/95
Auch; Beis wie T1
TE OGH 1995-11-08 9 Ob 518/95
Auch
TE OGH 1996-04-10 9 ObA 23/96
Auch; Beis wie T1
TE OGH 1997-07-09 3 Ob 2194/96k
TE OGH 1997-09-25 2 Ob 285/97v
Vgl auch
TE OGH 1999-04-27 1 Ob 41/99g
Vgl; Beisatz: Hier: Klage. (T2)
Veröff: SZ 72/75
TE OGH 2001-07-09 2 Ob 194/00v
Auch; Beisatz: Hier: Revision. (T3)
TE OGH 2002-01-29 10 ObS 24/02f
Vgl auch; Beisatz: Hier: Revisionsbeantwortung. (T4)
TE OGH 2001-12-11 5 Ob 288/01s
Auch; Beisatz: Eingaben mittels Telefax sind in analoger Anwendung des Paragraph 89, Absatz 3, GeoG zulässig und fristenwahrend, wenn sie durch Beibringung einer gleichlautenden und mit eigenhändiger Unterschrift des Einschreiters versehenen Ablichtung verbessert werden, weil die auf dem Telefax aufscheinende fernkopierte Unterschrift dem Paragraph 75, Ziffer 3, ZPO nicht entspricht. Andernfalls wäre ein Verbesserungsverfahren einzuleiten. (T5)
TE OGH 2002-08-07 7 Ob 207/02w
Auch; Beisatz: Hier: Verbesserungsschriftsatz der zulässig mittels Telefax ("vorab") rechtzeitig eingebrachten außerordentlichen Revision. (T6)
TE OGH 2002-08-29 6 Ob 201/02f
TE OGH 2002-08-27 5 Ob 154/02m
Auch; Beisatz: Die Rechtzeitigkeit von mittels Telefax eingebrachten Eingaben richtet sich nach dem Einlangen des Fax am Empfangsgerät des Gerichts und zwar auch außerhalb der Amtsstunden. (T7)
Beisatz: Hier: Berufung. (T8)
TE OGH 2003-03-25 1 Ob 153/02k
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Es macht keinen Unterschied, ob die Verbesserung (innerhalb angemessener Frist) aus eigenem Antrieb der Partei oder auf Grund eines gerichtlichen Auftrags erfolgte. (T9)
Veröff: SZ 2003/27
TE OGH 2003-11-05 9 ObA 116/03d
Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterbrechung der Übertragung auf S 11 des insgesamt 22 Seiten umfassenden Schriftsatzes: Da es sich bei dem per Telefax aufgegebenen Rechtsmittel ganz offensichtlich um kein "leeres" handelte (- etwa, um dadurch eine Fristverlängerung zu bewirken), ist die Unterbrechung der Übertragung als Inhaltsmangel (Paragraph 64, Absatz eins, ZPO) zu beurteilen, welcher einer Verbesserung zugänglich war. (T10)
TE OGH 2004-08-26 8 Ob 85/04i
Auch; Beis wie T7
TE OGH 2004-09-14 10 Ob 34/04d
Vgl auch; Beisatz: Die Übermittlung des "Deckblatts" eines Rechtsmittels durch eine Partei, die selbst Rechtsanwalt ist, ist nicht verbesserbar und berechtigt auch nicht, den Schriftsatz aus eigenem nach Ablauf der Rechtsmittelfrist durch Übermittlung einer "Rechtsmittelausführung" fristwahrend zu vervollständigen. (T11)
TE OGH 2005-01-12 7 Ob 313/04m
Vgl auch
TE OGH 2005-04-20 7 Ob 190/04y
Auch
TE OGH 2006-05-16 5 Ob 285/05f
Beis wie T5; Beisatz: Das gilt auch für das grundbuchsrechtliche Rekursverfahren. (T12)
TE OGH 2006-10-11 7 Ob 222/06g
Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
TE OGH 2007-08-16 3 Ob 152/07k
Auch; Beisatz: Hier fehlt die Verbesserung durch Beibringung einer Ablichtung mit eigenhändiger Unterschrift. (T13)
TE OGH 2007-10-18 2 Ob 141/07k
Vgl; Auch Beis wie T5
TE OGH 2007-12-11 4 Ob 191/07b
Auch; Beis wie T2; Beis wie T5
TE OGH 2008-01-24 6 Ob 277/07i
Auch; Beis wie T1; Beisatz: In analoger Anwendung des Paragraph 89, Absatz 3, GOG in Verbindung mit Paragraph 60, Geo reicht zur Wahrung der Widerrufsfrist - mangels gegenteiliger Vereinbarung - eine Eingabe mittels Telefax, die durch einen eigenhändig unterfertigten Schriftsatz bestätigt wird oder deren Original nachgereicht wird, aus, auch wenn der Bestätigungsschriftsatz oder das nachgereichte Original nach Ablauf der Widerrufsfrist bei Gericht einlangen. (T14)
Beisatz: Der an das richtige Gericht gerichtete, aber an das falsche (wenn auch im selben Gebäude wohl aber räumlich getrennt befindliche) gerichtliche Telefaxempfangsgerät gesendete Schriftsatz ist nur dann fristwahrend, wenn er noch innerhalb der Frist beim zuständigen Gericht einlangt. (T15)
Veröff: SZ 2008/14
TE OGH 2008-06-26 2 Ob 102/08a
Auch; Vgl Beis wie T7; Beisatz: Erforderlich ist das Einlangen der Telefaxeingabe vor 24.00 Uhr des letzten Tages bei Gericht. (T16)
TE OGH 2009-01-22 2 Ob 282/08x
Auch
TE OGH 2009-01-15 6 Ob 279/08k
Vgl; Beis wie T2
TE OGH 2009-10-13 5 Ob 197/09w
Auch; Bem: Hier: Grundbuchsverfahren. (T17)
TE OGH 2009-11-25 3 Ob 245/09i
Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T16
TE OGH 2011-03-30 7 Ob 130/10h
Vgl; Beis wie T10; Veröff: SZ 2011/41
TE OGH 2011-10-13 1 Ob 199/11p
Auch; Beis wie T5
TE OGH 2013-01-31 1 Ob 9/13z
Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Dies gilt auch für eine Sanierung nach Paragraph 6, Absatz 2, ZPO. (T18)
TE OGH 2014-09-17 6 Ob 60/14p
Auch; Beisatz: Hier: Fristgerechte Einbringung per ERV ohne deutliche Hervorhebung der GZ und unmittelbar darauf weitere (ebenfalls fristgerechte) Einbringung per Telefax. (T19)
TE OGH 2015-05-27 6 Ob 43/15i
Auch
TE OGH 2016-03-31 1 Ob 201/15p
Vgl; Beis wie T9; Beis wie T18; Beisatz: Es entspricht herrschender Rechtsprechung, dass ein an sich notwendiger Verbesserungs- oder Ergänzungsauftrag dann unterbleiben kann, wenn die betreffende Partei eine Verbesserung bereits von sich aus vorgenommen hat, ohne dass sie dazu aufgefordert worden ist. Dies gilt auch für eine Sanierung von Mängel der gesetzlichen Vertretung (Paragraph 6, Absatz 2, ZPO). (T20)
Beisatz. Hier: Vertretungsmangel einer juristischen Person (Agrargemeinschaft ‑ Genehmigung der Prozessführung durch die Vollversammlung). (T21)
TE OGH 2019-01-17 5 Ob 252/18x
Beis wie T5; Beis wie T9
TE OGH 2022-07-28 10 Ob 33/22h
Vgl; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Per Telefax am Monatsletzten eingebrachter und einige Tage später aus eigenem Antrieb verbesserter Antrag auf Gewährung von Unterhaltsvorschüssen. (T22)
TE OGH 2026-07-30 5 Ob 101/26b
Beisatz wie T5; Beisatz wie T7; Beisatz wie T9; Beisatz wie T16
Beisatz: Hier: In Verstoß geratenes per Fax übermitteltes Rechtsmittel, dessen rechtzeitige und erfolgreiche Zustellung durch unbedenkliche Urkunden nachgewiesen wurde. (T23)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0006955