Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0075642

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Geschäftszahl

4Ob109/92; 4Ob2118/96s; 4Ob64/00s; 4Ob59/00f; 4Ob57/05v; 6Ob11/06w; 6Ob291/06x; 6Ob7/07h

Norm

ABGB §1330 II; MRK Art10 Abs2 IV3b; MRK Art10 Abs2 IV4f; StGG Art13

Rechtssatz

Der Schutz des guten Rufes und der wirtschaftlichen Lage derjenigen, die von unwahren Tatsachenbehauptungen betroffen sind, beschränkt notwendigerweise die Meinungsäußerungsfreiheit.

Entscheidungstexte

TE OGH 1992-12-15 4 Ob 109/92

TE OGH 1996-05-14 4 Ob 2118/96s

Vgl auch; Beisatz: Selbst wenn bei einer Wettbewerbshandlung auch wettbewerbsfremde Anliegen mitspielen, besteht an der Verbreitung falscher Behauptungen auch im Hinblick auf das Grundrecht der Meinungsäußerungsfreiheit kein schutzwürdiges Interesse. (T1) Beisatz: Webpelz II. (T2) Veröff: SZ 69/116

TE OGH 2000-03-14 4 Ob 64/00s

Vgl auch; Beis wie T2

TE OGH 2000-03-14 4 Ob 59/00f

Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 73/47

TE OGH 2005-04-26 4 Ob 57/05v

TE OGH 2006-02-16 6 Ob 11/06w

TE OGH 2006-12-21 6 Ob 291/06x

Beisatz: Die offenbar ohne jedes Tatsachensubstrat erhobene Behauptung der intensiven Verwicklung („mächtig involviert") des Klägers in die Bawag-Affäre kann auch nicht durch die Eigenschaft des Klägers als „public figure" gerechtfertigt werden. (T3)

TE OGH 2007-02-15 6 Ob 7/07h

Auch; Beisatz: Hier: Vorwurf von massiven Pflichtverletzungen in einem Leserbrief, die nicht den Tatsachen entsprachen. (T4)