OGH
RS0087030
27.05.2026
11Os142/91; 15Os119/94; 14Os145/05p; 11Os7/06y; 12Os9/07a; 13Os14/08w; 13Os50/09s; 13Os60/09m; 13Os15/10w; 13Os87/10h; 13Os60/12s; 13Os9/12s; 13Os57/12z; 13Os30/13f; 13Os40/13a; 13Os87/14i; 13Os64/14g; 13Os107/14f; 13Os115/14g; 13Os95/15t; 13Os98/15h; 13Os85/16y; 13Os115/17m; 13Os49/18g; 13Os106/18i; 13Os84/19f; 13Os35/20a; 13Os105/20w; 13Os44/25g; 13Os18/26k
FinStrG §55
Infolge der einem (inhaltlich schlüssigen) Abgabenbescheid als dem Resultat eines fachspezifischen Ermittlungsverfahrens inhärenten Bedeutung einer qualifizierten Vorprüfung der objektiven Tatbestandsvoraussetzungen (14 Os 127/90 - verstärkter Senat) des jeweils aktuellen Finanzvergehens bedarf es (nur) dann einer weiteren Überprüfung durch einen Sachverständigen, wenn im Beweisverfahren unausgeräumt gebliebene Mängel aus konkreten Details (der Tatsachengrundlagen des finanzbehördlichen Schätzungsergebnisses) abgeleitet werden.
TE OGH 1992-04-14 11 Os 142/91
Veröff: RZ 1993/48 S 147
TE OGH 1994-09-08 15 Os 119/94
Vgl auch
TE OGH 2006-03-15 14 Os 145/05p
Auch
TE OGH 2006-08-01 11 Os 7/06y
Auch
TE OGH 2007-05-31 12 Os 9/07a
Auch
TE OGH 2008-04-23 13 Os 14/08w
Auch
TE OGH 2009-07-23 13 Os 50/09s
Auch; Beisatz: Dies entbindet das erkennende Gericht aber nicht von der Verpflichtung, sämtliche Beweismittel gewissenhaft auf ihre Beweiskraft zu prüfen (Paragraph 258, Absatz 2, erster Satz StPO). Unter dem Aspekt der Begründungstauglichkeit bedeutet dies zunächst, dass der bloß pauschale Hinweis auf die Ergebnisse des Abgabenverfahrens nicht hinreicht, sondern vielmehr die nachvollziehbare Bezugnahme auf - konkret zu bezeichnende - Aktenteile erforderlich ist. (T1)
TE OGH 2009-10-15 13 Os 60/09m
TE OGH 2010-04-08 13 Os 15/10w
Auch
TE OGH 2011-04-07 13 Os 87/10h
Auch
TE OGH 2012-08-30 13 Os 60/12s
Auch
TE OGH 2012-08-30 13 Os 9/12s
Auch
TE OGH 2012-10-18 13 Os 57/12z
Auch
TE OGH 2013-05-16 13 Os 30/13f
Auch
TE OGH 2014-04-23 13 Os 40/13a
Vgl auch
TE OGH 2014-11-06 13 Os 87/14i
Vgl auch; Beisatz: Einem Abgabenbescheid kommt als dem Resultat eines fachspezifischen Ermittlungsverfahrens die Bedeutung einer qualifizierten Vorprüfung der objektiven Tatbestandsvoraussetzungen des im diesbezüglichen Finanzstrafverfahren aktuellen Finanzvergehens zu. (T2)
Beis ähnlich wie T1
TE OGH 2014-12-18 13 Os 64/14g
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Zur Frage des strafbestimmenden Wertbetrags. (T3)
TE OGH 2015-02-25 13 Os 107/14f
Beis wie T1; Beis wie T2
TE OGH 2015-04-15 13 Os 115/14g
Auch; Beis wie T1
TE OGH 2015-11-25 13 Os 95/15t
Auch
TE OGH 2016-03-09 13 Os 98/15h
TE OGH 2017-05-17 13 Os 85/16y
Auch; Beisatz: Ist der Abgabenbescheid in der Hauptverhandlung vorgekommen (Paragraph 258, Absatz eins, StPO), so ist es unter dem Aspekt hinreichender Urteilsbegründung (Ziffer 5, vierter Fall) daher nicht zu beanstanden, wenn sich die Tatrichter im Rahmen ihrer Beweiswürdigung (Paragraph 258, Absatz 2, StPO) auf einen solchen Bescheid stützen. Zur Urteilsvollständigkeit (Ziffer 5, zweiter Fall) ist es freilich erforderlich, sich mit allfälligen gegenteiligen Verfahrensergebnissen auseinanderzusetzen. (T4)
TE OGH 2018-05-09 13 Os 115/17m
Auch
TE OGH 2018-10-10 13 Os 49/18g
Auch; Beis wie T1
TE OGH 2018-11-21 13 Os 106/18i
Auch
TE OGH 2020-05-20 13 Os 84/19f
Vgl; Beis wie T3
TE OGH 2020-12-09 13 Os 35/20a
Vgl
TE OGH 2021-03-16 13 Os 105/20w
Vgl; Beis wie T1
TE OGH 2025-09-24 13 Os 44/25g
vgl; Beisatz nur wie T1
TE OGH 2026-05-27 13 Os 18/26k
vgl
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0087030