Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0042450

Entscheidungsdatum

21.03.1991

Geschäftszahl

7Ob517/91 (7Ob518/91); 7Ob528/91; 2Ob32/91; 1Ob624/91; 3Ob4/93 (3Ob5/93); 6Ob515/93; 7Ob563/93; 1Ob557/94; 7Ob606/94; 4Ob536/95; 2Ob558/95; 1Ob577/95; 4Ob2263/96i; 3Ob2222/96b; 7Ob2370/96x; 7Ob2434/96h; 4Ob2380/96w; 3Ob78/97k; 1Ob171/97x; 1Ob53/97v; 3Ob85/98s; 10Ob152/98w; 6Ob296/98t; 6Ob307/98k; 5Ob207/99y; 2Ob244/99t; 3Ob53/00s; 8Ob262/99h; 2Ob205/00m; 1Ob196/00f; 1Ob243/00t; 6Ob118/01y; 1Ob214/01d; 3Ob187/02z; 3Ob250/03s; 7Ob48/04s; 3Ob206/05y; 6Ob63/05s (6Ob175/05m, 6Ob176/05h); 3Ob41/06k; 3Ob38/06v; 1Ob244/06y; 10Ob60/06f; 5Ob241/07p; 7Ob34/08p; 5Ob122/08i; 3Ob157/08x; 1Ob132/08f; 1Ob234/08f; 4Ob216/08f; 2Ob5/09p; 3Ob70/09d; 5Ob91/09g; 4Ob102/09t; 17Ob28/09f; 5Ob100/10g; 6Ob131/10y; 17Ob13/10a; 4Ob168/10z; 1Ob4/11m; 2Ob55/11v (2Ob65/11i); 1Ob75/11b; 3Ob2/11g; 5Ob156/11v; 2Ob8/12h; 1Ob68/12z; 4Ob95/12t; 4Ob147/12i; 4Ob176/12d; 4Ob152/13a; 4Ob150/13g; 4Ob61/14w; 5Ob92/14m; 7Ob231/14t; 5Ob91/15s; 5Ob102/15h; 5Ob130/15a; 3Ob250/15h; 5Ob175/15v; 1Ob78/16a; 3Ob114/17m; 3Ob22/17g; 8Ob112/17d; 6Ob180/17i; 3Ob6/18f; 5Ob22/18y; 5Ob74/19x; 5Ob138/19h

Norm

ZPO §500 Abs2 Z1 IIE1; ZPO §500 Abs3 IIIa; ZPO §500 Abs4 IIIa; ZPO §500 Abs4 IV; AußStrG 2005 §59 Abs2; AußStrG 2005 §59 Abs3; AußStrG 2005 §59 Abs4 Satz1

Rechtssatz

Den Ausspruch des Berufungsgerichtes nach § 500 Abs 2 Z 1 ZPO kann der OGH nur dahin überprüfen, ob zwingende Bewertungsvorschriften verletzt wurden.

Entscheidungstexte

TE OGH 1991-03-21 7 Ob 517/91

Veröff: RZ 1992/1 S 17

TE OGH 1991-04-04 7 Ob 528/91

Veröff: RZ 1992/16 S 42

TE OGH 1991-06-12 2 Ob 32/91

Auch

TE OGH 1991-12-18 1 Ob 624/91

Auch

TE OGH 1993-01-20 3 Ob 4/93

TE OGH 1993-03-11 6 Ob 515/93

TE OGH 1993-06-30 7 Ob 563/93

TE OGH 1994-06-22 1 Ob 557/94

Auch

TE OGH 1994-10-12 7 Ob 606/94

TE OGH 1995-06-13 4 Ob 536/95

TE OGH 1995-08-24 2 Ob 558/95

Auch

TE OGH 1995-07-27 1 Ob 577/95

Auch

TE OGH 1996-09-17 4 Ob 2263/96i

Beisatz: Bei seinem Ausspruch über den Wert des nicht ausschließlich in Geld bestehenden Entscheidungsgegenstandes ist das Berufungsgericht an die Bewertung des Klägers nach § 56 Abs 2, § 59 JN nicht gebunden. Der Umstand, dass der Beklagte die Streitwertangabe des Klägers nicht (gemäß § 7 RATG) bemängelt und das Erstgericht keine Streitwertherabsetzung nach § 60 Abs 1 JN vorgenommen hat, ist für die Bewertung durch das Berufungsgericht ohne Belang. (T1)

TE OGH 1996-10-30 3 Ob 2222/96b

Auch

TE OGH 1996-12-04 7 Ob 2370/96x

TE OGH 1997-01-15 7 Ob 2434/96h

TE OGH 1997-01-28 4 Ob 2380/96w

Beis wie T1 nur: Bei seinem Ausspruch über den Wert des nicht ausschließlich in Geld bestehenden Entscheidungsgegenstandes ist das Berufungsgericht an die Bewertung des Klägers nach § 56 Abs 2, § 59 JN nicht gebunden. (T2); Beisatz: Hat das Berufungsgericht die wirtschaftliche Bedeutung des Rechtsstreites und damit das Interesse der klagenden Partei an der von ihr begehrten Unterlassung von der Bewertung des Streitgegenstandes in der Klage abgehend selbständig eingeschätzt und diese Einschätzung auch begründet, so entzieht sich seine im Ermessensbereich vorgenommene Bewertung einer Beurteilung durch den Obersten Gerichtshof. (T3)

TE OGH 1997-03-26 3 Ob 78/97k

TE OGH 1997-06-24 1 Ob 171/97x

TE OGH 1997-06-24 1 Ob 53/97v

Auch; Beisatz: § 60 Abs 2 JN ist eine zwingende Bewertungsvorschrift. (T4)

TE OGH 1998-03-25 3 Ob 85/98s

TE OGH 1998-04-28 10 Ob 152/98w

Beis wie T2

TE OGH 1998-11-26 6 Ob 296/98t

Beis wie T3; Beisatz: Irrelevant ist, dass der Kläger bei der seinerzeitigen Bewertung im Jahr 1996 noch nicht an die durch die WGN 1997 vorgenommene Änderung der Rechtsmittelzulässigkeitsvorschriften denken konnte. (T5)

TE OGH 1999-01-28 6 Ob 307/98k

Auch

TE OGH 1999-08-31 5 Ob 207/99y

Auch

TE OGH 1999-08-26 2 Ob 244/99t

TE OGH 2000-03-22 3 Ob 53/00s

Auch

TE OGH 2000-03-30 8 Ob 262/99h

Beis wie T2

TE OGH 2000-08-02 2 Ob 205/00m

Vgl auch

TE OGH 2000-08-29 1 Ob 196/00f

Beis wie T2

TE OGH 2000-10-24 1 Ob 243/00t

TE OGH 2001-06-06 6 Ob 118/01y

Auch; Beis wie T2

TE OGH 2002-04-30 1 Ob 214/01d

Beis wie T1 nur: Bei seinem Ausspruch über den Wert des nicht ausschließlich in Geld bestehenden Entscheidungsgegenstandes ist das Berufungsgericht an die Bewertung des Klägers nach § 56 Abs 2, § 59 JN nicht gebunden. (T6)

TE OGH 2002-08-30 3 Ob 187/02z

TE OGH 2003-11-26 3 Ob 250/03s

Auch

TE OGH 2004-03-17 7 Ob 48/04s

Auch

TE OGH 2005-08-24 3 Ob 206/05y

Beis wie T2

TE OGH 2005-08-25 6 Ob 63/05s

Beisatz: Das Berufungsgericht hat über den Wert des Entscheidungsgegenstands abzusprechen. Es ist dabei nicht an die Bewertung des Klägers gebunden. Diese Bewertung ist grundsätzlich unanfechtbar und für den Obersten Gerichtshof bindend, es sei denn, das Berufungsgericht hätte zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten; Hier: Rechtsstreit über die Löschung oder Aufrechterhaltung einer Wegeservitut. (T7)

TE OGH 2006-03-29 3 Ob 41/06k

TE OGH 2006-05-30 3 Ob 38/06v

Beis wie T6

TE OGH 2006-11-28 1 Ob 244/06y

Auch; Beisatz: Der Bewertungsausspruch des Berufungsgerichts gemäß § 500 Abs 2 Z 1 ZPO ist unanfechtbar und für den Obersten Gerichtshof bindend, wenn zwingende Bewertungsvorschriften nicht verletzt wurden, eine offenkundige Unterbewertung oder Überbewertung nicht vorliegt oder eine Bewertung nicht überhaupt hätte unterbleiben müssen. (T8)

TE OGH 2007-10-09 10 Ob 60/06f

Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T8

TE OGH 2007-11-20 5 Ob 241/07p

Vgl auch; Beisatz: Hier: § 59 Abs 2 AußStrG 2005. (T9)

TE OGH 2008-03-12 7 Ob 34/08p

Beis wie T1

TE OGH 2008-07-14 5 Ob 122/08i

Vgl; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Hier: Verfahren wegen §§ 52 Abs 1 Z 8, 21 Abs 3 WEG 2002. (T10)

TE OGH 2008-10-03 3 Ob 157/08x

Beis wie T8; Beisatz: Hier: Exszindierungsklage - gesetzwidriger Bewertungsausspruch. (T11)

TE OGH 2008-09-16 1 Ob 132/08f

Auch

TE OGH 2008-12-16 1 Ob 234/08f

Auch; Beis wie T8

TE OGH 2008-12-15 4 Ob 216/08f

Auch; Beisatz: Hier: Feststellung des Bestehens eines Fahrrechts und Einwilligung in die Einverleibung. (T12)

TE OGH 2009-01-29 2 Ob 5/09p

Auch; Auch Beis wie T8

TE OGH 2009-06-23 3 Ob 70/09d

Auch; Beisatz: Hier: Exszindierungsklage. (T13); Beisatz: Der Streitwert einer Exszindierungsklage richtet sich primär nach der Höhe der betriebenen Forderung, jedoch mit der Einschränkung, dass der allenfalls niederere Wert der gepfändeten Sache maßgeblich ist. (T14)

TE OGH 2009-05-12 5 Ob 91/09g

Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T8; Beisatz: Nur dann, wenn das Erstgericht über einen 2.000 EUR nicht übersteigenden Streitgegenstand entschieden hätte, wäre der Oberste Gerichtshof an eine höhere Bewertung des Entscheidungsgegenstands durch das Berufungsgericht nicht gebunden, was auch für den Rekurs gegen einen Aufhebungsbeschluss des Gerichts zweiter Instanz gilt. Der vom Berufungsgericht vorgenommenen Korrektur einer offensichtlichen Unterbewertung steht aber auch diese Ausnahmeregelung nicht entgegen. (T15)

TE OGH 2009-07-14 4 Ob 102/09t

Auch; Beis wie T3

TE OGH 2009-12-16 17 Ob 28/09f

Beisatz: Weder die Bewertung durch den Kläger nach § 56 Abs 2 Satz 1 ZPO noch der Zweifelsstreitwert nach § 56 Abs 2 Satz 3 ZPO sind zwingende Bewertungsvorschriften. (T16)

TE OGH 2010-06-22 5 Ob 100/10g

Vgl; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Grundbuchsverfahren. (T17)

TE OGH 2010-09-01 6 Ob 131/10y

Vgl; Beisatz: Eine Streitwertherabsetzung nach § 60 Abs 1 JN hat keine Auswirkungen auf die Zulässigkeit von Rechtsmitteln. (T18)

TE OGH 2010-10-05 17 Ob 13/10a

Auch

TE OGH 2010-10-05 4 Ob 168/10z

TE OGH 2011-01-25 1 Ob 4/11m

Auch; Beis wie T8

TE OGH 2011-04-07 2 Ob 55/11v

Auch; Vgl Beis wie T12

TE OGH 2011-06-21 1 Ob 75/11b

Auch; Beis wie T8

TE OGH 2011-07-06 3 Ob 2/11g

Auch

TE OGH 2011-08-25 5 Ob 156/11v

Auch; Beis wie T8

TE OGH 2012-01-19 2 Ob 8/12h

Auch; Auch Beis wie T3

TE OGH 2012-04-26 1 Ob 68/12z

Auch; Beis wie T7 nur: Das Berufungsgericht hat über den Wert des Entscheidungsgegenstands abzusprechen. Diese Bewertung ist grundsätzlich für den Obersten Gerichtshof bindend, es sei denn, das Berufungsgericht hätte zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten. (T19)

TE OGH 2012-06-12 4 Ob 95/12t

Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T19

TE OGH 2012-09-18 4 Ob 147/12i

Vgl; Beis ähnlich wie T8

TE OGH 2012-10-18 4 Ob 176/12d

Vgl; Beis ähnlich wie T19

TE OGH 2013-09-23 4 Ob 152/13a

Vgl auch; Beis ähnlich wie T19

TE OGH 2013-08-27 4 Ob 150/13g

Vgl; Beis wie T8; Beis wie T19

TE OGH 2014-04-23 4 Ob 61/14w

Auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T19

TE OGH 2014-06-30 5 Ob 92/14m

TE OGH 2015-01-28 7 Ob 231/14t

Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T19

TE OGH 2015-05-19 5 Ob 91/15s

Auch; Beis wie T8

TE OGH 2015-05-19 5 Ob 102/15h

Auch; Beis wie T8

TE OGH 2015-08-25 5 Ob 130/15a

Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T6; Beis wie T19

TE OGH 2016-01-20 3 Ob 250/15h

Auch; Beis wie T8

TE OGH 2016-02-23 5 Ob 175/15v

Auch; Beis wie T8; Beis wie T19

TE OGH 2016-05-24 1 Ob 78/16a

Beis wie T8; Beis wie T19

TE OGH 2017-07-04 3 Ob 114/17m

Beis wie T8

TE OGH 2017-08-30 3 Ob 22/17g

Beis wie T8; Beis wie T19

TE OGH 2017-10-25 8 Ob 112/17d

Beis wie T19

TE OGH 2017-10-25 6 Ob 180/17i

Vgl; Beis wie T8

TE OGH 2018-01-24 3 Ob 6/18f

Beis wie T8

TE OGH 2018-07-18 5 Ob 22/18y

Beis wie T8

TE OGH 2019-06-13 5 Ob 74/19x

Auch; Beis wie T8

TE OGH 2019-09-24 5 Ob 138/19h

Beis wie T8

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0042450