Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0081518

Entscheidungsdatum

21.01.2026

Geschäftszahl

7Ob4/91; 7Ob6/92; 7Ob2018/96g; 7Ob406/97z; 7Ob297/98x; 7Ob228/99a; 7Ob172/01x; 7Ob262/02h; 7Ob93/03g; 7Ob160/03k; 7Ob117/04p; 7Ob111/05g; 7Ob147/07d; 7Ob128/08m; 7Ob114/08b; 7Ob46/13k; 7Ob143/14a; 7Ob230/14w; 7Ob204/15y; 7Ob31/16h; 7Ob30/18i; 7Ob212/17v; 7Ob51/21g; 7Ob162/23h; 7Ob168/23s; 7Ob23/25w; 7Ob137/25k; 7Ob5/26z

Norm

AHVB Art5 Abs3 Z6b

AHVB 1993 Art7.10.2

AHVB 1995 Art7

AHVB 1995 Art7.9

AVBV [H 905] Art1 I1

Betriebshaftpflichtversicherung AHVB 2005 Art7.1.3

Rechtssatz

Der Zweck der Tätigkeitsklausel liegt darin, den Versicherer in einem gewissen Umfang vom erhöhten Risiko zu befreien, das sich aus der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit des Versicherungsnehmers ergibt. Dies entspricht dem Grundsatz der Haftpflichtversicherung, nicht das Unternehmerrisiko auf den Haftpflichtversicherer zu übertragen. Das Unternehmerrisiko soll grundsätzlich nicht versicherungsfähig sein.

Entscheidungstexte

TE OGH 1991-02-28 7 Ob 4/91

Veröff: VersR 1991,1043 = VersRdSch 1991,358 = RdW 1992,16

TE OGH 1992-05-21 7 Ob 6/92

Veröff: JBl 1992,717 = VersR 1993,511

TE OGH 1997-01-29 7 Ob 2018/96g

TE OGH 1998-01-27 7 Ob 406/97z

Auch; nur: Der Zweck der Tätigkeitsklausel liegt darin, den Versicherer in einem gewissen Umfang vom erhöhten Risiko zu befreien, das sich aus der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit des Versicherungsnehmer ergibt. (T1)

TE OGH 1998-11-11 7 Ob 297/98x

Beisatz: Das Unternehmerrisiko manifestiert sich in der der beruflichen beziehungsweise gewerblichen Tätigkeit entsprechenden bewussten und gewollten Einwirkung auf die fremde Sache, die dem vereinbarten bestimmten Zweck dient. Notwendig ist nach dem Sprachgebrauch eine körperliche Beziehung des Versicherungsnehmers zur Sache, auf die er einwirkt. Es ist gleichgültig, ob die Einwirkung zur Erfüllung des jeweiligen Auftrages des Versicherungsnehmers notwendig war oder von ihm als erforderlich angesehen wurde, ob sie falsch, unvernünftig oder verboten war, ob sie dem Zweck des Auftrages oder dem Willen des Auftraggebers widersprach, oder ob sie auf einem Irrtum beruhte. (T2)

TE OGH 1999-10-27 7 Ob 228/99a

Beis wie T2

TE OGH 2001-09-26 7 Ob 172/01x

Auch; Beisatz: Zur Absicherung des Grundsatzes, dass das Unternehmerrisiko nicht versicherungsfähig sein soll, dienen die Haftungsausschlüsse nach Artikel 7, AHVB 1993. (T3)

TE OGH 2002-12-11 7 Ob 262/02h

Auch; nur: Dies entspricht dem Grundsatz der Haftpflichtversicherung, nicht das Unternehmerrisiko auf den Haftpflichtversicherer zu übertragen. Das Unternehmerrisiko soll grundsätzlich nicht versicherungsfähig sein. (T4)

Beis wie T3

TE OGH 2003-05-28 7 Ob 93/03g

Auch; nur T4

TE OGH 2003-10-01 7 Ob 160/03k

nur: Der Zweck der Tätigkeitsklausel liegt darin, den Versicherer in einem gewissen Umfang vom erhöhten Risiko zu befreien, das sich aus der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit des Versicherungsnehmers ergibt. Dies entspricht dem Grundsatz der Haftpflichtversicherung, nicht das Unternehmerrisiko auf den Haftpflichtversicherer zu übertragen. (T5)

TE OGH 2004-09-08 7 Ob 117/04p

TE OGH 2005-07-11 7 Ob 111/05g

Auch; Beis wie T3

TE OGH 2007-10-17 7 Ob 147/07d

TE OGH 2008-07-02 7 Ob 128/08m

Auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Hier: Artikel 7, Klausel L 15 Punkt 2.11. AHVB 1995. (T6)

TE OGH 2008-08-27 7 Ob 114/08b

Auch

TE OGH 2013-04-17 7 Ob 46/13k

Beisatz: Grundgedanke einer solchen Haftpflichtversicherung ist es nämlich, das Unternehmerrisiko im Allgemeinen nicht auf den Versicherer zu überwälzen. (T7)

TE OGH 2014-09-17 7 Ob 143/14a

Auch; Beisatz: Es entspricht ganz allgemein dem Grundgedanken der Haftpflichtversicherung, das Unternehmerrisiko im Allgemeinen nicht auf den Versicherer zu übertragen; es soll grundsätzlich nicht versicherungsfähig sein. (T8)

TE OGH 2015-03-12 7 Ob 230/14w

Auch; nur T4; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Rücküberweisung eines Treuhanderlags, der nicht auf einem Anderkonto erlag, nach Kündigung des Treuhandvertrags. (T9)

TE OGH 2015-12-16 7 Ob 204/15y

Auch; Beis wie T7; Veröff: SZ 2015/141

TE OGH 2016-04-27 7 Ob 31/16h

nur T4; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 in der Fassung 2009. (T10)

TE OGH 2018-04-20 7 Ob 30/18i

nur T4; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Üblicher Risikoausschluss für Erfüllungssurrogate in der Haftpflichtversicherung für das Baugewerbe. (T11)

TE OGH 2018-06-20 7 Ob 212/17v

Beisatz: Hier: Leistungen eines Schönheitschirurgen. (T12)

TE OGH 2021-06-23 7 Ob 51/21g

nur T4; Beis wie T7; Beis wie T8

TE OGH 2023-12-11 7 Ob 162/23h

vgl; nur T4; Beisatz nur wie T7; Beisatz nur wie T8

Beisatz: Hier: Nachbesserungsbegleitschäden in der Betriebshaftpflichtversicherung (versicherungsvertragliche Abweichung von Artikel 7 Punkt eins Punkt 3, AHVB 2005). (T13)

TE OGH 2024-04-17 7 Ob 168/23s

Beisatz wie T4

TE OGH 2025-03-19 7 Ob 23/25w

vgl; Beisatz nur wie T4; Beisatz nur wie T7; Beisatz nur wie T8

Beisatz: Unvorhergesehener Mehraufwand für die eigene Vertragserfüllung ist nicht als Rettungskosten zu qualifizieren. (T14)

TE OGH 2025-09-25 7 Ob 137/25k

nur T4; Beisatz nur wie T7; Beisatz nur wie T8

TE OGH 2026-01-21 7 Ob 5/26z

nur T4; Beisatz wie T7; Beisatz wie T8

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0081518