OGH
RS0106571
20.11.1990
4Ob166/90 (4Ob167/90); 4Ob538/91 (4Ob539/91); 4Ob146/93; 4Ob74/94; 4Ob214/97t; 2Ob237/98m; 6Ob48/01d; 9Ob6/03b; 7Ob273/03b; 1Ob125/09b; 9Ob3/11y; 4Ob222/10s; 9Ob32/12i; 6Ob182/13b; 3Ob70/13k; 4Ob246/14a; 6Ob91/16z; 1Ob39/17t; 4Ob13/18t; 6Ob57/22h; 9Ob24/22b; 6Ob84/22d
ABGB §879 BIIo
Auch der Monopolist kann freilich nicht gezwungen werden, jeden von einem Dritten gewünschten Vertrag abzuschließen; er kann vielmehr aus sachlich gerechtfertigten Gründen einen Vertragsabschluss ablehnen.
TE OGH 1990-11-20 4 Ob 166/90
Veröff: WBl 1991,170 = MuR 1991,121
TE OGH 1991-09-10 4 Ob 538/91
Veröff: WBl 1992,21 (St.Müller) = RdW 1992,108 = ecolex 1992,18
TE OGH 1993-11-30 4 Ob 146/93
Auch
TE OGH 1994-07-12 4 Ob 74/94
Beisatz: OSV (T1)
TE OGH 1997-09-09 4 Ob 214/97t
Veröff: SZ 70/173
TE OGH 1998-09-24 2 Ob 237/98m
Beisatz: Es kann nicht als unsachlich angesehen werden, wenn der Monopolist den Abschluss eines Vertrages aus der Erwägung ablehnt, dass dadurch in die Interessen bereits vorhandener Vertragspartner eingegriffen wird, und zwar unabhängig davon, ob eine Verpflichtung zur Wahrung dieser Interessen besteht. Etwas anderes wird nur gelten, wenn der Abschluss des Vertrages notwendig ist, um die Versorgung mit bestimmten Waren oder Leistungen sicherzustellen. (T2)
Beisatz: Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH. (T3)
TE OGH 2002-01-31 6 Ob 48/01d
Veröff: SZ 2002/15
TE OGH 2003-05-07 9 Ob 6/03b
Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Ob sachliche Gründe vorliegen, aus denen ein Monopolist einen Vertragsabschluss ablehnen darf, hängt von den jeweiligen Umständen des Einzelfalles ab, die in der Regel keine erhebliche Rechtsfrage iSd Paragraph 502, Absatz eins, ZPO begründen. (T4)
TE OGH 2003-11-19 7 Ob 273/03b
TE OGH 2009-10-13 1 Ob 125/09b
Beisatz: Hier zum Kontrahierungszwang eines Vereins gegenüber Aufnahmewerbern. (T5)
Bem: Siehe dazu auch RS125579. (T6)
Veröff: SZ 2009/135
TE OGH 2011-03-30 9 Ob 3/11y
Beis wie T4
TE OGH 2011-04-12 4 Ob 222/10s
Beisatz: Verwertungsgesellschaften sind nicht zur Rechteeinräumung nach Paragraph 17, Absatz eins, VerwGesG verpflichtet, wenn ein sachlich gerechtfertigter Grund vorliegt (hier: jahrelanger beträchtlicher Zahlungsrückstand). (T7)
Veröff: SZ 2011/46
TE OGH 2013-02-21 9 Ob 32/12i
Auch
TE OGH 2013-11-28 6 Ob 182/13b
Vgl auch; Beisatz: Wenn aufgrund von vom Monopolisten den Wasserkunden angebotenen, von diesen aber verweigerten Abschlüssen von Wasserbezugsverträgen zu angemessenen (gewöhnlichen) Bedingungen ein vertragsloser Zustand herrscht, ist es unbedenklich, dass kein Wasser geliefert wird. (T8)
TE OGH 2013-12-19 3 Ob 70/13k
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG). (T9)
TE OGH 2015-08-11 4 Ob 246/14a
Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Gastronomiebetrieb in einem Naherholungsgebiet. (T10)
TE OGH 2016-05-30 6 Ob 91/16z
Beis wie T4; Beisatz: Hier: Zur Liquiditätsreserve nach Paragraph 27 a, BWG. (T11)
TE OGH 2017-04-26 1 Ob 39/17t
Beisatz: Spiegelbildlich muss daher auch ein sachlicher Grund für die Kündigung eines schon bestehenden Vertrags vorliegen. Daran ändert auch eine formal im Vertrag enthaltene Vereinbarung über ein ordentliches Kündigungsrecht nichts. (T12)
TE OGH 2018-02-20 4 Ob 13/18t
TE OGH 2022-04-06 6 Ob 57/22h
TE OGH 2022-04-27 9 Ob 24/22b
TE OGH 2022-09-14 6 Ob 84/22d
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0106571