OGH
RS0008908
07.06.1990
7Ob546/90; 8ObA273/97y; 2Ob237/07b; 2Ob20/15b; 10ObS101/16z; 10ObS115/16h; 2Ob72/16a; 10ObS74/17f
ABGB §8
Die authentische Auslegung kann auch schlüssig erfolgen; es genügt, wenn der "disponierende Teil" des Gesetzes logisch eine Aussage über das bestehende Recht in sich schließt. Ein Gesetz muss im Zweifel so ausgelegt werden, dass der aufgestellten Norm ein Anwendungsgebiet zukommt.
TE OGH 1990-06-07 7 Ob 546/90
Veröff: ImmZ 1990,391 = WoBl 1990,160 = MietSlg 42/20 = NZ 1991,32 = JBl 1991,44
TE OGH 1997-12-22 8 ObA 273/97y
Beisatz: Hier: SRÄG 1995 - Keine authentische Interpretation. (T1)
TE OGH 2008-06-26 2 Ob 237/07b
Auch; nur: Die authentische Auslegung kann auch schlüssig erfolgen; es genügt, wenn der "disponierende Teil" des Gesetzes logisch eine Aussage über das bestehende Recht in sich schließt. (T2)
Beisatz: Die Aussage über die authentische Interpretation muss demnach, auch wenn sie schlüssig erfolgt, stets (zumindest auch) im kundgemachten Text des „erklärenden Gesetzes" enthalten sein. (T3)
TE OGH 2016-02-25 2 Ob 20/15b
Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier aber Verordnungsgesetzgeber (MitV) nicht identisch mit Gesetzgeber (TKG), sodass eine authentische Interpretation schon deshalb ausscheidet. (T4); Veröff: SZ 2016/22
TE OGH 2016-10-11 10 ObS 101/16z
Vgl auch; Beis wie T3
TE OGH 2017-01-24 10 ObS 115/16h
Vgl auch; Beis wie T3
TE OGH 2017-03-28 2 Ob 72/16a
Vgl auch; Beis wie T3
TE OGH 2017-12-20 10 ObS 74/17f
Auch; Beis wie T3
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0008908