Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0077171

Entscheidungsdatum

07.03.1990

Geschäftszahl

1Ob521/90; 4Ob143/06t; 6Ob163/07z; 2Ob169/07b; 6Ob199/12a; 3Ob189/12h

Norm

IPRG §18; IPRG §20

Rechtssatz

Ob bei Anwendung ausländischen Rechtes der Scheidungsrichter gleichzeitig mit der Scheidung deren Folgen regelt (sogenannte Verbundzuständigkeit) oder ob dies einem eigenen Verfahren vorbehalten ist, bestimmt sich, da es sich um eine Frage der Zuständigkeit und damit des Verfahrensrechtes handelt, ausschließlich nach der lex fori.

Entscheidungstexte

TE OGH 1990-03-07 1 Ob 521/90

Veröff: ÖA 1991,20

TE OGH 2006-08-09 4 Ob 143/06t

TE OGH 2007-09-13 6 Ob 163/07z

TE OGH 2007-09-27 2 Ob 169/07b

Auch; Beisatz: Hier: Verfahrensmäßige Zulässigkeit und gebotene Dringlichkeit einer in einem inländischen Scheidungsverfahren beantragten einstweiligen Verfügung gemäß Paragraph 382, Absatz eins, Ziffer 8, Litera c, EO. (T1)

TE OGH 2012-11-16 6 Ob 199/12a

Vgl; Beisatz: Alle von der Revisionswerberin geltend gemachten Aspekte (Manuduktionspflicht, Amtswegigkeit des Unterhaltszuspruchs, Verschuldensausspruch im Scheidungsurteil) sind dem Verfahrensrecht zuzuordnen und daher nach österreichischem Verfahrensrecht zu beurteilen. (T2)

TE OGH 2012-12-19 3 Ob 189/12h