OGH
RS0028495
15.02.1990
8Ob579/90; 7Ob607/91; 4Ob251/06z; 7Ob239/06g; 4Ob129/12t; 8Ob106/12i; 9ObA4/14z; 6Ob223/17p; 8Ob98/20z
ABGB §1313a römisch eins
Die ratio der Haftung des Unternehmers nach Paragraph 1313 a, ABGB ist, dass der Werkunternehmer durch die Einschaltung von Hilfspersonen (Erfüllungsgehilfen im Sinne des Paragraph 1313 a, ABGB) den Besteller in seiner Rechtsposition nicht schlechterstellen darf. Entscheidend für die Wissenszurechnung zu Lasten des Unternehmers ist jedoch, mit welchem konkreten Aufgabenbereich der Erfüllungsgehilfe betraut war, denn gerade in diesem Bereich verwirklicht sich dann das Betriebsrisiko des Werkunternehmers.
TE OGH 1990-02-15 8 Ob 579/90
Veröff: SZ 63/20 = JBl 1990,656 (Dellinger)
TE OGH 1991-10-10 7 Ob 607/91
Veröff: WoBl 1993,29
TE OGH 2007-01-16 4 Ob 251/06z
Auch; Beisatz: Paragraph 1313 a, ABGB soll eine Schlechterstellung des Gläubigers verhindern, wenn sich der Schuldner zur Erfüllung seiner eigenen Verpflichtungen eines anderen bedient. (T1)
Veröff: SZ 2007/1
TE OGH 2007-01-31 7 Ob 239/06g
Vgl auch; Beisatz: Bedient sich die beklagte Gemeinde zur Erfüllung ihrer Aufgaben einer Landesbediensteten, so kann deren öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis mit seinen weisungsrechtlichen Besonderheiten dem Vertragspartner der Gemeinde gegenüber keine andere Beurteilung der Rechtsstellung der die Pflichten der Gemeinde Erfüllenden bewirken. (T2)
Beisatz: Hier: Die Gemeinde haftet als Kindergartenerhalterin für ein Fehlverhalten einer Kindergartenleiterin. (T3)
TE OGH 2012-12-17 4 Ob 129/12t
Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2012/139
TE OGH 2013-08-29 8 Ob 106/12i
Auch; Beis wie T1
TE OGH 2014-01-29 9 ObA 4/14z
TE OGH 2017-12-21 6 Ob 223/17p
Auch; nur T1
TE OGH 2021-01-28 8 Ob 98/20z
Vgl; Beis wie T1
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0028495