OGH
RS0104122
04.04.1989
4Ob520/89; 6Ob615/91; 5Ob37/92; 1Ob569/94; 6Ob52/97h; 5Ob454/97v; 8Ob171/98z; 1Ob187/02k; 1Ob206/14x; 5Ob150/21a
ABGB §1090 römisch drei a; MRG §2
Schließt ein Miteigentümer (oder ein Hausverwalter) einen Hauptmietvertrag ab, so handelt er dabei, selbst wenn er dies nicht zum Ausdruck bringt, im Zweifel als Vertreter derjenigen, mit denen allein ein Hauptmietvertrag wirksam zustande kommen kann, also sämtlicher Eigentümer. Mangels einer gegenteiligen Erklärung muß also das Auftreten des vermietenden Miteigentümers dahin verstanden werden, daß er damit auch die anderen Eigentümer verpflichten wolle.
TE OGH 1989-04-04 4 Ob 520/89
Veröff: JBl 1989,526 = RZ 1989/97 S 252
TE OGH 1991-11-07 6 Ob 615/91
Auch
TE OGH 1992-04-07 5 Ob 37/92
Auch; Beisatz: Dies auch dann, wenn alle übrigen Miteigentümer und Partner der Benützungsvereinbarung über Wohnungseigentum verfügen. (T1)
TE OGH 1994-07-14 1 Ob 569/94
Auch; Veröff: SZ 67/130
TE OGH 1997-04-24 6 Ob 52/97h
TE OGH 1997-12-09 5 Ob 454/97v
Vgl auch; Veröff: SZ 70/256
TE OGH 1998-10-15 8 Ob 171/98z
TE OGH 2002-08-13 1 Ob 187/02k
Beisatz: Ein Miteigentümer, der einen Mietvertrag schloss, obgleich er nicht über die Anteilsmehrheit verfügte und nach dem Verhältnis der Miteigentümer auch sonst nicht befugt war, Hauptmietrechte zu begründen, übernimmt daher die Pflicht, dem Vertragspartner die ihmnach objektiven Gesichtspunkten zugesicherte Rechtsstellung eines Hauptmieters zu verschaffen. (T2)
TE OGH 2014-11-27 1 Ob 206/14x
Vgl
TE OGH 2022-03-21 5 Ob 150/21a
Vgl
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0104122