Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0084991

Entscheidungsdatum

12.04.1988

Geschäftszahl

10ObS6/88; 10ObS267/88; 10ObS355/88; 10ObS106/89; 10ObS201/89; 10ObS161/89; 10ObS8/90; 10ObS41/90; 10ObS231/90; 10ObS336/90; 10ObS111/91; 10ObS15/92; 10ObS65/93; 10ObS203/93; 10ObS25/94; 10ObS234/98d; 10ObS369/98g; 10ObS25/99w; 10ObS3/99k; 10ObS60/99t; 10ObS140/99g; 10ObS332/99t; 10ObS343/00i; 10ObS18/02y; 10ObS31/02k; 10ObS390/01b; 10ObS203/02d; 10ObS155/02w; 10ObS341/02y; 10ObS60/04b; 10ObS7/16a; 10ObS79/22y; 10ObS126/22k

Norm

ASVG §255 Abs3 Dd

Rechtssatz

Paragraph 255, Absatz 3, ASVG hindert eine Verweisung auf Tätigkeiten, die den bisher ausgeübten unähnlich sind, nicht, sondern soll nur in den Ausnahmsfällen eine Verweisung verhindern, die bei Berücksichtigung der schon ausgeübten Tätigkeiten als unbillig bezeichnet werden müßte.

Entscheidungstexte

TE OGH 1988-04-12 10 ObS 6/88

Veröff: SSV-NF 2/34

TE OGH 1988-10-25 10 ObS 267/88

TE OGH 1989-01-10 10 ObS 355/88

Veröff: SSV-NF 3/4

TE OGH 1989-04-18 10 ObS 106/89

nur: Paragraph 255, Absatz 3, ASVG soll nur in den Ausnahmsfällen eine Verweisung verhindern, die bei Berücksichtigung der schon ausgeübten Tätigkeiten als unbillig bezeichnet werden müßte. (T1)

TE OGH 1989-07-04 10 ObS 201/89

TE OGH 1989-06-06 10 ObS 161/89

nur T1

TE OGH 1990-02-06 10 ObS 8/90

TE OGH 1990-02-06 10 ObS 41/90

nur T1; Veröff: SSV-NF 5/45

TE OGH 1990-06-26 10 ObS 231/90

TE OGH 1990-10-23 10 ObS 336/90

TE OGH 1991-04-23 10 ObS 111/91

Veröff: SZ 64/44

TE OGH 1992-01-28 10 ObS 15/92

Veröff: SSV-NF 6/12

TE OGH 1993-04-15 10 ObS 65/93

Auch

TE OGH 1993-10-14 10 ObS 203/93

Vgl

TE OGH 1994-02-28 10 ObS 25/94

Auch

TE OGH 1998-09-15 10 ObS 234/98d

nur T1

TE OGH 1998-11-24 10 ObS 369/98g

nur T1

TE OGH 1999-02-09 10 ObS 25/99w

TE OGH 1999-03-30 10 ObS 3/99k

TE OGH 1999-03-30 10 ObS 60/99t

TE OGH 1999-06-29 10 ObS 140/99g

TE OGH 2000-07-11 10 ObS 332/99t

Veröff: SZ 73/110

TE OGH 2001-01-16 10 ObS 343/00i

Beisatz: Die in Paragraph 255, Absatz 3, ASVG enthaltene Zumutbarkeitsformel soll die Verweisung auf Tätigkeiten verhindern, zu denen der Versicherte zwar imstande wäre, die ihm aber unter billiger Berücksichtigung der von ihm - nicht nur während der letzten 15 Jahre vor dem Stichtag - ausgeübten Tätigkeiten nicht mehr zumutbar wären. (T2)

TE OGH 2002-02-12 10 ObS 18/02y

Beisatz: Und zwar bei Berücksichtigung der vom Versicherten nicht nur während der letzten 15 Jahre vor dem Stichtag ausgeübten Tätigkeiten. (T3)

TE OGH 2002-03-19 10 ObS 31/02k

Auch; Beis wie T2 nur: Die in Paragraph 255, Absatz 3, ASVG enthaltene Zumutbarkeitsformel soll die Verweisung auf Tätigkeiten verhindern, zu denen der Versicherte zwar imstande wäre, die ihm aber unter billiger Berücksichtigung der von ihm ausgeübten Tätigkeiten nicht mehr zumutbar wären. (T4)

Beisatz: Damit soll vor allem ausgeschlossen werden, dass ein Versicherter auf Tätigkeiten verwiesen wird, die einen höheren Bildungsgrad oder eine unzumutbare längere Anlernung oder Umschulung voraussetzen. (T5)

TE OGH 2002-04-16 10 ObS 390/01b

Beis wie T3

TE OGH 2002-06-18 10 ObS 203/02d

Beisatz: Durch diese Zumutbarkeitsformel soll vor allem verhindert werden, dass sich der Versicherte höher qualifizierte Berufe oder gar selbständige Erwerbstätigkeiten entgegenhalten lassen muss, die er bei seinem Gesundheitszustand noch ausüben könnte, obwohl hiefür eine grundlegende Umschulung nötig wäre, die er oft gar nicht absolvieren könnte. (T6)

TE OGH 2002-07-18 10 ObS 155/02w

Auch; Beis wie T4; Beis wie T5

TE OGH 2002-10-22 10 ObS 341/02y

Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6

TE OGH 2004-04-27 10 ObS 60/04b

Auch; Beis wie T5; Beis wie T6

TE OGH 2016-02-22 10 ObS 7/16a

Auch; Beis wie T5; Beis wie T6

TE OGH 2022-07-28 10 ObS 79/22y

Vgl; Beis wie T5; Beis wie T6

TE OGH 2023-01-17 10 ObS 126/22k

Vgl

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0084991