Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0070348

Entscheidungsdatum

25.02.1988

Geschäftszahl

7Ob528/88; 3Ob593/89; 5Ob501/92; 1Ob562/94; 1Ob550/95; 4Ob2135/96s; 1Ob2315/96i; 1Ob280/98b; 10Ob270/99z; 10Ob17/00y; 1Ob117/00p; 9Ob187/01t; 3Ob164/02t; 7Ob174/08a; 3Ob108/09t; 8Ob73/10h; 8Ob137/10w; 2Ob164/11y; 7Ob199/11g; 1Ob39/12k; 7Ob228/12y; 2Ob23/13s; 8Ob67/14g; 7Ob99/17k; 8Ob119/17h; 8Ob123/17x; 7Ob198/17v; 7Ob53/18x; 1Ob82/18t; 1Ob100/18i; 5Ob84/19t

Norm

ABGB §1118 C; MRG §30 Abs2 Z3 B

Rechtssatz

Erheblich nachteiliger Gebrauch liegt vor, wenn das Verhalten geeignet ist, den Ruf oder wichtige wirtschaftliche oder sonstige Interessen des Vermieters zu schädigen oder zu gefährden.

Entscheidungstexte

TE OGH 1988-02-25 7 Ob 528/88

Veröff: RZ 1988/37 S 165 = WoBl 1989,123 (Würth/Call)

 

TE OGH 1990-01-24 3 Ob 593/89

TE OGH 1992-02-18 5 Ob 501/92

Veröff: EvBl 1992/134 S 585 = WoBl 1992,157

 

TE OGH 1994-05-30 1 Ob 562/94

Auch; Beisatz: Der erhebliche Nachteil kann in jeder erheblichen Verletzung ideeller oder wirtschaftlicher Interessen des Vermieters liegen. (T1)

 

TE OGH 1995-04-25 1 Ob 550/95

Auch; Beis wie T1

 

TE OGH 1996-08-12 4 Ob 2135/96s

Beisatz: Die Unmöglichkeit, zufolge sachlicher Immunität (vollständige) Räumungsexekution zu führen, stellt eine wesentliche Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Interessen des Vermieters dar. (T2) Veröff: SZ 69/177

 

TE OGH 1997-04-29 1 Ob 2315/96i

Auch; Beis wie T1

 

TE OGH 1998-12-15 1 Ob 280/98b

TE OGH 1999-11-16 10 Ob 270/99z

TE OGH 2000-02-15 10 Ob 17/00y

TE OGH 2000-05-30 1 Ob 117/00p

Beisatz: Dabei genügt eine "drohende Gefahr", eine gänzlich ungewisse künftige Möglichkeit kommt hingegen als wichtiger Auflösungsgrund beziehungsweise Kündigungsgrund nicht in Betracht. (T3); Beisatz: Inwiefern der Umstand, dass der Bestandnehmer aus illegalen Glücksspielen Einkünfte erzielt, einen (für die Bestandgeberin) erheblich nachteiligen Gebrauch darstellen sollte, ist nicht nachvollziehbar. (T4); Beisatz: Nicht jede gesetzwidrige oder vertragswidrige Verwendung des Bestandgegenstands durch den Mieter rechtfertigt die Aufkündigung, sie gibt dem Vermieter vielmehr in erster Linie bloß das Recht, die Unterlassung der unzulässigen Benützung zu begehren. (T5)

 

TE OGH 2001-11-28 9 Ob 187/01t

TE OGH 2003-04-24 3 Ob 164/02t

Auch; Beis wie T3; Beisatz: Es kommt daher nicht darauf an, dass sich bisher die übrigen Hausbewohner durch die Beklagte nicht beschwert fühlten, kein greifbarer Nachteil im Zusammenleben im Hausverband entsprungen ist oder für die Vermieterin ein konkreter Schaden am Mietobjekt (bisher) nicht entstand. (T6)

 

TE OGH 2008-10-22 7 Ob 174/08a

TE OGH 2009-06-23 3 Ob 108/09t

TE OGH 2010-07-22 8 Ob 73/10h

TE OGH 2011-01-25 8 Ob 137/10w

Auch

 

TE OGH 2012-03-08 2 Ob 164/11y

TE OGH 2012-03-28 7 Ob 199/11g

Auch

 

TE OGH 2012-04-26 1 Ob 39/12k

Auch; Beis wie T1

 

TE OGH 2013-01-23 7 Ob 228/12y

Auch

 

TE OGH 2013-02-21 2 Ob 23/13s

Auch

 

TE OGH 2014-08-25 8 Ob 67/14g

TE OGH 2017-07-05 7 Ob 99/17k

Auch

 

TE OGH 2017-10-25 8 Ob 119/17h

Auch

 

TE OGH 2017-12-20 8 Ob 123/17x

TE OGH 2018-03-21 7 Ob 198/17v

Auch

 

TE OGH 2018-04-20 7 Ob 53/18x

Auch

 

TE OGH 2018-05-29 1 Ob 82/18t

TE OGH 2018-08-29 1 Ob 100/18i

TE OGH 2019-07-31 5 Ob 84/19t

Auch

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0070348