Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

27.04.1987

Geschäftszahl

1Ob580/87; 8Ob620/88; 8Ob707/89; 6Ob2302/96i; 10Ob523/94; 1Ob69/98y; 6Ob326/02p

Norm

ABGB §1175 A1;

Rechtssatz

Ein Gesellschaftsvertrag liegt nur dann vor, wenn eine Organisation geschaffen wird, welche ein gemeinsames Wirtschaften vorsieht und gemeinsamen Erwerb zum Zweck hat.

VwGH vom 07.01.1959, Ziffer 1891 /, 58,; Veröff: NZ 1959,141 Auch VwGH vom 17.12.1981, 16/3798f, 3795f, 3866f, 3223 - 3226/80, 81/16/0020; Veröff: AnwBl 1983,271

Entscheidungstexte

TE OGH 1987/04/27 1 Ob 580/87

Beisatz: Das entscheidende Kriterium der Gesellschaft bürgerlichen Rechtes ist demnach die Absicht, gemeinschaftlich zu wirtschaften. Die schlichte Rechtsgemeinschaft beschränkt sich hingegen auf gemeinschaftlichen Besitz und die gemeinschaftliche Nutzung der Sache. (T1)

TE OGH 1989/01/26 8 Ob 620/88

Auch; Beisatz: Die Gesellschaft ist auf ein gemeinsames Wirken, die Rechtsgemeinschaft hingegen auf ein gemeinsames Haben oder Verwalten ausgerichtet. (T2) Veröff: RdW 1989,189 = JBl 1989,383 = GesRZ 1989,152 (Thiery)

TE OGH 1991/02/12 8 Ob 707/89

Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Die Fragen, ob die Gesellschaftsmitglieder selbst eine Gemeinschaftsorganisation aufbauen müssen oder ob im Zweifel die gesetzlichen Instrumententarien genügen, sowie die Frage, ob die Gemeinschaftsorganisation ein konstitutives Element, oder eine Rechtsfolge der Gesellschaft bürgerlichen Rechts braucht hier nicht gelöst zu werden. (T3) Veröff: GesRZ 1991,219 = JBl 1991,645 = ecolex 1991,536

TE OGH 1997/04/24 6 Ob 2302/96i

Auch; Beis wie T2

TE OGH 1997/06/10 10 Ob 523/94

Vgl auch; Beisatz: Hier: Gelegenheitsgesellschaft in der Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, deren Vertragsgegenstand bloß die Durchführung eines einzelnen Geschäftes, nämlich die Beteiligung an einem bestimmten Zwangsversteigerungsverfahren, umfaßt. (T4) Veröff: SZ 70/109

TE OGH 1998/05/19 1 Ob 69/98y

Vgl auch

TE OGH 2003/02/20 6 Ob 326/02p

Vgl; Beis wie T2

Rechtssatznummer

RS0022287