OGH
RS0021825
25.11.2025
1Ob42/86; 6Ob233/97a; 8Ob63/98t; 2Ob248/05t; 2Ob301/05m; 1Ob200/08f; 2Ob203/08d; 7Ob174/11f; 3Ob180/12k; 4Ob24/20p; 8Ob14/21y; 6Ob136/22a; 4Ob200/24a
ABGB §1168
ÖNorm B 2110 in der Fassung 2013
Wenn hindernde Umstände auf Seite des Bestellers den Unternehmer zu erhöhtem Arbeitseinsatz und zu höheren Aufwendungen zwingen, gebührt ihm eine Entschädigung durch Aufstockung des Werklohns.
TE OGH 1987-04-27 1 Ob 42/86
Veröff: WBl 1987,219
TE OGH 1997-10-29 6 Ob 233/97a
TE OGH 1998-05-18 8 Ob 63/98t
TE OGH 2006-04-27 2 Ob 248/05t
Auch; Beisatz: „Hindernde" Umstände auf der Bestellerseite müssen nicht immer zu einer Verzögerung der Werkerstellung führen. (T1)
TE OGH 2006-07-13 2 Ob 301/05m
TE OGH 2008-10-21 1 Ob 200/08f
Vgl aber; Beisatz: Bei Paragraph 1168, Absatz eins, ABGB handelt es sich um eine dispositive Norm, der die speziellere (vertragliche) Regelung in der vereinbarten Ö-Norm B 2110 vorgeht. (T2)
TE OGH 2009-04-29 2 Ob 203/08d
Beisatz: Die Angemessenheit des zusätzlichen Entgelts soll sich an der in der Vereinbarung des „Grundpreises" zum Ausdruck kommenden subjektiven Äquivalenz oder einer für allfällige Mehrarbeiten bereits getroffenen Preisvereinbarung orientieren. (T3)
TE OGH 2011-09-28 7 Ob 174/11f
Vgl
TE OGH 2012-10-17 3 Ob 180/12k
Beis wie T2
TE OGH 2020-02-21 4 Ob 24/20p
TE OGH 2021-06-25 8 Ob 14/21y
Beis wie T2
TE OGH 2022-12-21 6 Ob 136/22a
Beis wie T2; Beisatz: Hier: Die Folgen der COVID-19-Pandemie (Mehrkosten am Bau) sind bei Anwendung der ÖNORM B 2110 grundsätzlich der Sphäre des Auftraggebers zugewiesen. Für die Behauptungslast gilt Paragraph 1168, Absatz eins, ABGB. (T4)
TE OGH 2025-11-25 4 Ob 200/24a
Beisatz: Eine reine Preiserhöhung ohne Leistungsänderung im Verhältnis zwischen den Parteien des Werkvertrags ist von Pkt 7 der ÖNORM B 2110 nicht gedeckt, s dazu RS0142777. (T5)
Beisatz: Hier: behauptete außergewöhnliche Preissteigerungen am Stahlmarkt aufgrund des Ukraine-Kriegs. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0021825