Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0080166

Entscheidungsdatum

12.02.1987

Geschäftszahl

7Ob6/87; 7Ob16/88; 7Ob18/90; 7Ob24/93; 7Ob47/00p; 7Ob250/01t; 7Ob70/03z; 7Ob41/04m; 7Ob260/04t; 7Ob179/05g; 7Ob274/06d; 7Ob132/07y; 7Ob96/07d; 7Ob226/09z; 7Ob75/10w; 7Ob100/11y; 7Ob227/12a; 7Ob43/13v; 7Ob208/13h; 7Ob3/14p; 7Ob137/14v; 7Ob184/14f; 7Ob168/14b; 7Ob5/15h; 7Ob132/15k; 7Ob126/15b; 7Ob227/15f; 7Ob204/15y; 7Ob158/16k; 7Ob145/17z; 7Ob190/17t; 7Ob131/17s; 7Ob30/18i; 7Ob66/18h; 7Ob75/18g; 7Ob61/18y; 7Ob157/18s; 7Ob171/18z; 7Ob139/18v; 7Ob227/18k; 7Ob254/18f; 7Ob115/19s

Norm

ARB 2008 Art7.1.6; VersVG §6 Abs3 E; VersVG §15a

Rechtssatz

Bei der Risikobegrenzung wird von Anfang an ein bestimmter Gefahrenumstand von der versicherten Gefahr ausgenommen, ohne dass es dabei auf ein schuldhaftes, pflichtwidriges Verhalten des Versicherungsnehmers ankäme. Obliegenheiten hingegen fordern gewisse Verhaltensweisen des Versicherungsnehmers und bestimmte Rechtsfolgen nur für ihre willkürliche und schuldhafte Verletzung.

Entscheidungstexte

TE OGH 1987-02-12 7 Ob 6/87

Veröff: VersR 1988,200 = RdW 1988,10

TE OGH 1988-06-16 7 Ob 16/88

Auch; nur: Bei der Risikobegrenzung wird von Anfang an ein bestimmter Gefahrenumstand von der versicherten Gefahr ausgenommen, ohne dass es dabei auf ein schuldhaftes, pflichtwidriges Verhalten des Versicherungsnehmers ankäme. (T1)

Veröff: VersRdSch 1989,57 = VersR 1989,822 = RdW 1989,65

TE OGH 1990-04-25 7 Ob 18/90

nur T1; Veröff: VersRdSch 1990,346 = VersR 1991,571

TE OGH 1994-03-23 7 Ob 24/93

nur T1; Veröff: SZ 67/49

TE OGH 2000-05-29 7 Ob 47/00p

TE OGH 2001-10-17 7 Ob 250/01t

nur: Obliegenheiten hingegen fordern gewisse Verhaltensweisen des Versicherungsnehmers und bestimmte Rechtsfolgen nur für ihre willkürliche und schuldhafte Verletzung. (T2)

TE OGH 2003-04-28 7 Ob 70/03z

TE OGH 2004-07-06 7 Ob 41/04m

Beisatz: Bei Leistungsfreiheit aus Umständen, die ihre Ursache in einem Verhalten des Versicherungsnehmers haben, kommt es darauf an, ob der Versicherer an der Einhaltung dieser Verhaltenspflicht ein Interesse hat. Ist dies der Fall, liegt eine Obliegenheit vor, andernfalls ein Risikoausschluss. (T3)

Beisatz: Hier: Verspätete Schadensmeldung. Es ist daher der Beweis zulässig, dass die verspätete Schadensmeldung keinen nachteiligen Einfluss auf die Abwicklung und Leistung des Versicherers hatte. (T4)

Veröff: SZ 2004/104

TE OGH 2004-11-17 7 Ob 260/04t

TE OGH 2005-08-31 7 Ob 179/05g

TE OGH 2007-03-08 7 Ob 274/06d

Auch; Beisatz: Der „baufällige Zustand" eines Gebäudes im Sinne des Art 1 Abs 7 lit e AStB 1986 begründet einen Risikoausschluss und keine verhüllte Obliegenheit. (T5)

TE OGH 2007-07-04 7 Ob 132/07y

Beisatz: Bei § 5 Abs 2 lit f AKVB 1991 handelt es sich um eine „verhüllte Obliegenheit". (T6)

TE OGH 2007-08-29 7 Ob 96/07d

Beisatz: Mit § 6 Abs 2 lit g und lit j AÖTB sind Risikoausschlüsse vereinbart. (T7)

TE OGH 2010-01-27 7 Ob 226/09z

Auch

TE OGH 2010-06-30 7 Ob 75/10w

TE OGH 2012-03-28 7 Ob 100/11y

TE OGH 2013-02-18 7 Ob 227/12a

nur T2; Beisatz: Hier: Art 24 ABH 2004: weder Obliegenheit, noch Risikoausschluss, sondern Fall der Unterversicherung. (T8)

TE OGH 2013-05-23 7 Ob 43/13v

Beisatz: Mit dem Risikoausschluss begrenzt also der Versicherer von vornherein den Versicherungsschutz, ein bestimmter Gefahrenumstand wird von Anfang an von der versicherten Gefahr ausgenommen. (T9)

TE OGH 2014-01-29 7 Ob 208/13h

Auch; Beisatz: Die allgemeine Umschreibung des versicherten Risikos erfolgt durch die primäre Risikobegrenzung. Durch sie wird in grundsätzlicher Weise festgelegt, welche Interessen gegen welche Gefahren und für welchen Bedarf versichert sind. Auf der zweiten Ebene (sekundäre Risikobegrenzung) kann durch einen Risikoausschluss ein Stück des von der primären Risikoabgrenzung erfassten Deckungsumfangs ausgenommen und für nicht versichert erklärt werden. Der Zweck liegt darin, dass ein für den Versicherer nicht überschaubares und kalkulierbares Teilrisiko ausgenommen und eine sichere Kalkulation der Prämie ermöglicht werden soll. Mit dem Risikoausschluss begrenzt also der Versicherer von vornherein den Versicherungsschutz, ein bestimmter Gefahrenumstand wird von Anfang an von der versicherten Gefahr ausgenommen. (T10); Veröff: SZ 2014/7

TE OGH 2014-02-26 7 Ob 3/14p

nur T1

TE OGH 2014-09-17 7 Ob 137/14v

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2014-11-26 7 Ob 184/14f

Auch; Beis wie T9

TE OGH 2014-12-10 7 Ob 168/14b

Auch

TE OGH 2015-02-18 7 Ob 5/15h

Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Rückstau nach Niederschlägen: Art 2.14 AWB. (T11)

TE OGH 2015-09-02 7 Ob 132/15k

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2015-10-16 7 Ob 126/15b

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2016-01-27 7 Ob 227/15f

Beis wie T10

TE OGH 2015-12-16 7 Ob 204/15y

Auch; Beis wie T10; Veröff: SZ 2015/141

TE OGH 2016-09-28 7 Ob 158/16k

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2017-10-18 7 Ob 145/17z

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2017-11-29 7 Ob 190/17t

Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Art 23.4 ABEP, Art 20.3 ABHP 2011 ‑ Ausschlüsse bei Umbauten im Zusammenhang mit Sturmversicherung und Katastrophenschutz. (T12)

TE OGH 2017-12-20 7 Ob 131/17s

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2018-04-20 7 Ob 30/18i

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2018-05-24 7 Ob 66/18h

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2018-06-20 7 Ob 75/18g

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2018-07-04 7 Ob 61/18y

Beis wie 10

TE OGH 2018-09-26 7 Ob 157/18s

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2018-10-31 7 Ob 171/18z

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2018-10-31 7 Ob 139/18v

Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Vermögensschadenshaftpflichtversicherung - Kein Versicherungsschutz, wenn ein wesentlicher Teil eines vom Versicherungsnehmer vermittelten Gesamtkonzepts nicht von der Gewerbeberechtigung umfasst ist. (T13)

TE OGH 2018-12-19 7 Ob 227/18k

Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Art 7.1.6 ARB 2008 ‑ kein Ausschluss für fondsgebundene Lebensversicherungen. (T14)

TE OGH 2019-01-30 7 Ob 254/18f

Vgl; Beis wie T14

TE OGH 2019-08-28 7 Ob 115/19s

Beis wie T10

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0080166