Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

16.12.1986

Geschäftszahl

1Ob657/86; 7Ob541/87; 1Ob516/88; 2Ob613/89; 8Ob516/90; 1Ob503/92; 4Ob230/06m

Norm

ABGB §1400 C;

Rechtssatz

Zwischen einem Überweisenden und der Empfangsbank besteht zwar grundsätzlich kein Vertrag; verpflichtet sich die Empfangsbank jedoch dem Überweisenden gegenüber unmittelbar zu einem bestimmten Vorgehen, wird sie bei Verletzung der übernommenen Verpflichtung dem Überweisenden gegenüber schadenersatzpflichtig.

Entscheidungstexte

TE OGH 1986/12/16 1 Ob 657/86

Veröff: ÖBA 1987,264 (Iro) = RdW 1987,121 = SZ 59/222 = WBl 1987,122

TE OGH 1987/05/14 7 Ob 541/87

nur: Zwischen einem Überweisenden und de Empfangsbank besteht zwar grundsätzlich kein Vertrag. (T1) Veröff: ÖBA 1987,918 (Koziol) = SZ 60/91

TE OGH 1988/03/16 1 Ob 516/88

nur T1; Veröff: ÖBA 1988,839 (Koziol); hiezu Wilhelm WBl 1988,331

TE OGH 1990/01/31 2 Ob 613/89

nur T1; Veröff: ÖBA 1990,726

TE OGH 1990/06/28 8 Ob 516/90

Ähnlich; Beisatz: Versender - Zwischenspediteur. (T2) Veröff: RdW 1991,46 = SZ 63/123

TE OGH 1992/02/19 1 Ob 503/92

Auch; nur T1; Veröff: JBl 1992,713 (Iro) = SZ 65/20

TE OGH 2006/12/19 4 Ob 230/06m

Auch; Beisatz: Bei der zwischenbetrieblichen Überweisung steht der Auftraggeber nur mit der ersten Bank in einem Rechtsverhältnis, nicht jedoch mit der Bank des Empfängers, sodass grundsätzlich zwischen dem Überweisenden und der Empfangsbank auch keine (direkten) vertraglichen Beziehungen bestehen. (T3)

Rechtssatznummer

RS0032960