Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

14.08.1986

Geschäftszahl

12Os84/86; 14Os112/90; 14Os47/91; 15Os54/91; 12Os53/93

Norm

SGG nF §12 Abs2 IIB;

SGG nF §24a;

Rechtssatz

"Doppelbestrafung" auch wegen tateinheitlich begangener Finanzvergehen (hier §§ 35 Abs 1, 38 Abs 1 lit a FinStrG) bei Gewerbsmäßigkeit (§ 12 Abs 2 erster Fall SGG), wenn der Täter nicht bloß zur Deckung des eigenen Suchtgiftbedarfs, sondern auch zur Deckung seines sonstigen Lebensbedarfs gehandelt hat.

Entscheidungstexte

TE OGH 1986/08/14 12 Os 84/86

TE OGH 1990/12/04 14 Os 112/90

Vgl auch; Beisatz: Aus der Bestimmung des § 24 a SGG geht unmißverständlich hervor, daß der Gesetzgeber grundsätzlich eintätiges Zusammentreffen von Suchtgiftdelikten und Finanzvergehen zuläßt. (T1)

TE OGH 1991/07/23 14 Os 47/91

Vgl auch; Beis wie T1

TE OGH 1991/06/27 15 Os 54/91

Vgl auch; Beisatz: Hier: Zu § 12 Abs 3 Z 3 SGG unter Hinweis auch auf die Kumulierungsvorschrift der §§ 22 Abs 1 FinStrG, in welcher unmißverständlich der völlig eigenständige Unrechtsgehalt von Finanzvergehen zum Ausdruck kommt. (T2)

TE OGH 1993/08/12 12 Os 53/93

Vgl auch; Beis wie T2

Rechtssatznummer

RS0087941